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Sheltie versichern

Was Sie davon haben

  • Sie wissen, welche Krankheiten beim Sheltie häufig sind, etwa Collie-Augenanomalie und Gallenblasenmukozele
  • Sie sehen, was die Behandlung dieser Krankheiten beim Sheltie nach der Gebührenordnung kostet
  • Sie erkennen, welche Tarifbedingungen beim Sheltie den Unterschied machen
  • Sie wissen, ob der Sheltie als Qualzucht gilt
  • Sie vergleichen Tarife nach Versicherungsbedingungen statt nach Werbung

Wenn Ihr Sheltie morgen operiert werden muss, liegt die Rechnung nach der Gebührenordnung schnell bei 409 € bis 1.228 €.

Hier sehen Sie, welche Erkrankungen beim Sheltie häufig sind, was sie kosten und welcher Tarif sie wirklich abdeckt.

Bei der Hundekrankenversicherung für den Sheltie geht es weniger um Gelenke als um Erbanlagen: Der MDR1-Defekt, die Collie-Augenanomalie (CEA), eine Neigung zu Gallenblasenerkrankungen und ein erhöhtes Risiko für Blasentumoren sind die Punkte, an denen Tarife Erbkrankheiten ausschließen oder nur mit Wartezeit versichern. Eine Gallenblasen-Diagnostik kostet nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im Rechenbeispiel 191,13 € bis 573,38 € brutto, eine Tumoroperation 409,17 € bis 1.227,51 € brutto. Entscheidend ist deshalb, wie ein Tarif mit genetischen und rassespezifischen Erkrankungen umgeht.

Stand: September 2026 · Redaktion vierbeiner-versichert.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Sheltie

Kurz beantwortet

  • MDR1-Defekt: In einem Screening der Universität Gießen mit 7.378 Hunden lag die Frequenz des mutierten Allels beim Shetland Sheepdog bei 30 %; 5,7 % der Shelties in einer früheren Gießener Studie waren reinerbig betroffen.
  • CEA: In der Schweiz zeigten 13,1 % der untersuchten Shelties eine chorioretinale Hypoplasie, 1,8 % zusätzlich ein Kolobom. Blasentumor: 6,05-fache Odds gegenüber Mischlingen (USA).
  • Kosten nach GOT: Gallenblasen-Diagnostik mit Ultraschall und Blutwerten 191,13 € bis 573,38 € brutto, Tumor-OP im Rechenbeispiel 409,17 € bis 1.227,51 € brutto, Ultraschall allein 70,11 € bis 210,34 € brutto.
  • Tarife: Lassie schließt angeborene, genetische und rassespezifische Krankheiten aus. PANDA versichert Tumore in Komfort und Exklusiv nach 12 Monaten mit höchstens 6.000 €, AGILA onkologische Erkrankungen nach 6 Monaten.

Welcher Tarif passt zu Ihrem Tier?

Vier Fragen, ein Ergebnis aus den Versicherungsbedingungen der Anbieter.

Steckbrief: Wie groß wird ein Sheltie?

Ein Sheltie erreicht laut FCI-Standard Nr. 88 eine ideale Widerristhöhe von 37 cm bei Rüden und 35,5 cm bei Hündinnen; eine Abweichung um mehr als 2,5 cm nach oben oder unten ist höchst unerwünscht. Ein Gewicht legt der Standard nicht fest. Die Rasse gehört zur FCI-Gruppe 1, Sektion 1 (Schäferhunde), der gültige Standard stammt vom 19.08.2013.

In Deutschland ist der Sheltie eine feste Größe: Die Mitgliedsvereine des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) meldeten 2025 genau 790 Sheltie-Welpen, Platz 14 der Welpenstatistik. Zuständiger Rasseverein im VDH ist der Club für Britische Hütehunde (CfBrH). In britischen Praxisdaten lebten Shelties im Median 13,4 Jahre, deutlich länger als der Durchschnitt aller Hunde von 12,5 Jahren.

Shetland Sheepdog: Steckbrief
MerkmalWertQuelle
Widerristhöhe Rüdeideal 37 cm, Toleranz 2,5 cmFCI-Standard Nr. 88
Widerristhöhe Hündinideal 35,5 cm, Toleranz 2,5 cmFCI-Standard Nr. 88
Gewicht laut Standardnicht festgelegtFCI-Standard Nr. 88
Lebenserwartung (Median)13,4 Jahre (Konfidenzintervall 13,1 bis 13,6)McMillan et al. 2024, UK, 1.905 Shelties
VDH-Welpen 2025790 (Rang 14)VDH-Welpenstatistik
Farbenzobel, tricolour, blue-merle, schwarz-weiß, schwarz-lohCfBrH-Zuchtordnung, Stand 01.01.2026

Quellen: FCI-Standard Nr. 88; McMillan et al. 2024, Scientific Reports; VDH-Welpenstatistik 2025; Zuchtordnung des Club für Britische Hütehunde.

Welche Krankheiten sind beim Sheltie häufig?

Beim Sheltie stehen erbliche Befunde im Vordergrund: der MDR1-Defekt, die Collie-Augenanomalie (CEA), die Dermatomyositis, eine Neigung zu erhöhten Blutfettwerten mit Gallenblasenerkrankungen und ein erhöhtes Risiko für Blasentumoren. Der MDR1-Defekt ist keine Krankheit im engeren Sinn, sondern eine Genvariante, durch die bestimmte Arzneimittel (etwa Ivermectin, Moxidectin oder Loperamid) ins Gehirn gelangen und schwere Nebenwirkungen auslösen können. Die Universität Gießen fand in einem Screening von 7.378 Hunden beim Shetland Sheepdog eine Allelfrequenz von 30 %; nur der Collie (59 %) und der Langhaar-Whippet (45 %) lagen höher.

Die CEA ist eine Fehlentwicklung der Aderhaut, die von einer harmlosen chorioretinalen Hypoplasie bis zur Netzhautablösung reichen kann. In einer Schweizer Auswertung von 3.527 Augenuntersuchungen zeigten 13,1 % der Shelties eine chorioretinale Hypoplasie, 1,8 % zusätzlich ein Kolobom und 0,2 % ein Kolobom allein. Für die Gallenblase liegt eine amerikanische Fallserie mit 38 Shelties vor: Bei 25 davon wurde eine Gallenblasenmukozele bestätigt, 17 Hunde wurden per Cholezystektomie operiert, die Sterblichkeit lag bei 32 % ohne und 68 % mit Gallenperitonitis. Japanische Studien zeigen zudem, dass Shelties häufiger als andere Rassen erhöhte Cholesterinwerte haben.

Häufige Erkrankungen beim Sheltie
ErkrankungHäufigkeit laut QuelleTypische Behandlung laut Quelle
MDR1-Defekt (Arzneimittelüberempfindlichkeit)Allelfrequenz 30 % (Deutschland, 7.378 Hunde); 5,7 % reinerbig (Deutschland, 1.500 Hunde)keine Therapie; Gentest, Auswahl verträglicher Arzneimittel
Collie-Augenanomalie (CEA)13,1 % chorioretinale Hypoplasie, 1,8 % mit Kolobom (Schweiz, 1999 bis 2007)keine Behandlung der Hypoplasie; bei Netzhautablösung augenärztlich
Gallenblasenmukozelekeine belastbare Häufigkeit gefunden; Fallserie 38 Shelties (USA)Cholezystektomie (17 von 38), fettarme Diät, Ursodeoxycholsäure
Hypercholesterinämie (primär)deutlich häufiger als bei Kontrollhunden (Japan, 64 gesunde Shelties)in der Studie nicht beschrieben; Diät
Dermatomyositiskeine belastbare Häufigkeit gefunden; Sheltie am häufigsten betroffen (USA)in der Studie nicht beschrieben
Harnblasentumor (Urothelkarzinom)6,05-fache Odds gegenüber Mischlingen (USA)COX-Hemmer, Chemotherapie; Zystektomie selten

Quellen: Gramer et al. 2011; Geyer et al. 2005; Walser-Reinhardt et al. 2009; Aguirre et al. 2007; Sato et al. 2000; Clark et al. 2005; Knapp et al. 2020.

Die Häufigkeitszahlen stammen aus Deutschland, der Schweiz, Japan und den USA und beruhen teils auf Zuchthunden oder Klinikpatienten. Für die Gesamtpopulation in Deutschland gibt es keine Erhebung. Ob Ihr Hund betroffen ist, klärt die Tierarztpraxis.

Sheltie beim Spielen im Freien

Was kosten diese Behandlungen beim Sheltie?

Eine Gallenblasen-Diagnostik beim Sheltie kostet nach GOT im Rechenbeispiel 191,13 € brutto im einfachen und 573,38 € im dreifachen Satz; eine Tumoroperation kommt im Rechenbeispiel auf 409,17 € bis 1.227,51 € brutto. Für die Entfernung der Gallenblase selbst kennt das Gebührenverzeichnis keine eigene Position; sie wird nach § 8 GOT analog zu einer gleichwertigen Leistung berechnet und ist deshalb hier nicht beziffert.

Der Rechenweg für die Diagnostik: Allgemeine Untersuchung (GOT-Nr. 16) 23,62 €, Ultraschall (Nr. 180) 58,92 €, Blutentnahme (Nr. 627) 10,26 €, Aufbereitung der Probe (Nr. 608) 27,10 € und drei chemische Parameter (Nr. 610) je 13,57 €, zusammen 160,61 € netto. Mit 19 % Umsatzsteuer sind das 191,13 € brutto im einfachen Satz, im dreifachen Satz 481,83 € netto oder 573,38 € brutto. Arzneimittel und Fremdlabor kommen dazu.

Sheltie: Rechenbeispiele nach GOT, brutto, 1- bis 3-facher Satz
Ultraschall Bauchraum, nur Position (Nr. 180)70,11 € bis 210 €
Gallenblasen-Diagnostik, Rechenbeispiel191 € bis 573 €
Hautbiopsie mit Histologie bei Dermatomyositis-Verdacht87,04 € bis 261 €
Tumor-OP, Rechenbeispiel (Nr. 412 mit Narkose)409 € bis 1.228 €

Eigene Rechnung aus GOT-Einzelpositionen, inkl. 19 % USt, ohne Arzneimittel, Material und Fremdlabor. Quelle: GOT 2022, Anlage.

Der MDR1-Gentest ist eine Laborleistung. In der Praxis fallen dafür die Untersuchung (Nr. 16, 28,11 € brutto im einfachen Satz), die Blutentnahme (Nr. 627, 12,21 € brutto) und die Bearbeitung der Probe zum Versand (Nr. 144, 12,21 € brutto) an; die Laborkosten werden als Auslagen nach § 7 Abs. 2 GOT weiterberechnet. Die Hautbiopsie bei Dermatomyositis-Verdacht setzt sich aus Untersuchung, Biopsie (Nr. 95, 15,39 € netto) und histologischer Untersuchung (Nr. 151, 34,13 € netto) zusammen: 73,14 € netto oder 87,04 € brutto im einfachen Satz.

Beim Harnblasentumor ist die Operation laut der Übersicht der Purdue University die Ausnahme; die Behandlung besteht meist aus COX-Hemmern und Chemotherapie über Monate. Das sind Dauerkosten, die nur eine Krankenversicherung erstattet. Wie die GOT allgemein funktioniert, erklärt die Seite Tierarztkosten nach GOT.

Worauf muss die Versicherung beim Sheltie achten?

Beim Sheltie muss die Versicherung erbliche und rassespezifische Erkrankungen einschließen, Tumore ohne niedrigen Deckel zahlen und Dauerbehandlungen erstatten; eine reine OP-Versicherung deckt beim Sheltie nur einen kleinen Teil des Risikos ab. Die Anbieter unterscheiden sich hier deutlich.

Erbliche und rassespezifische Krankheiten: Lassie schließt angeborene, genetische und rassespezifische Krankheiten unabhängig vom Zeitpunkt der Erstbeobachtung aus; Ausnahmen sind nur die Diagnosen mit 18 Monaten besonderer Wartezeit wie HD, ED oder Patellaluxation. PANDA schließt angeborene und erbliche Anomalien aus, rassespezifische Erkrankungen laut Anbieter nicht. Getsafe versichert rassespezifische Krankheiten laut Website nach 12 Monaten besonderer Wartezeit. Figo erstattet erblich bedingte Erkrankungen, die erst später auftreten; von Geburt an vorliegende nicht. PETPROTECT versichert Fehlentwicklungen, die bei Beginn nicht bekannt sind, schließt aber vorsorgliche Untersuchungen auf rassespezifische Erkrankungen aus, also auch den MDR1- oder CEA-Gentest. AGILA nimmt Tiere mit Anzeichen einer rassespezifischen Erkrankung laut Bedingungen nicht auf.

Tumore: PANDA schließt Tumore im Krankenvollschutz Basis aus; in Komfort, Exklusiv und im OP-Schutz sind sie nach 12 Monaten besonderer Wartezeit versichert, für alle Fälle dieser Liste zusammen höchstens 6.000 € in der Vertragslaufzeit. AGILA nennt onkologische Erkrankungen auf der Liste mit 6 Monaten besonderer Wartezeit; eine Diagnose in der Wartezeit führt zum dauerhaften Ausschluss. Getsafe und BarmeniaGothaer nehmen Hunde mit bekanntem Tumor laut Website nicht auf.

Erbkrankheiten und Tumore in Hundetarifen
AnbieterErbliche und rassespezifische KrankheitenTumoreHöchstalter bei Abschluss
Lassieausgeschlossen (Ausnahme: Liste mit 18 Monaten Wartezeit)keine gesonderte Regel gefundenkein Höchstalter
PANDAangeborene und erbliche Anomalien ausgeschlossenBasis ausgeschlossen; Komfort, Exklusiv, OP-Schutz: 12 Monate, max. 6.000 €bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres
PETPROTECTversichert, wenn bei Beginn nicht bekannt; Vorsorge-Gentests ausgeschlossenkeine gesonderte Regel gefundenOP-Versicherung bis zum vollendeten 7. Lebensjahr
AGILATiere mit Anzeichen einer rassespezifischen Erkrankung nicht versicherbar6 Monate besondere Wartezeit (Website)Neuabschluss bis 8 Jahre
Getsaferassespezifische Krankheiten nach 12 Monaten (Website); angeborene ausgeschlossenbekannter Tumor bei Abschluss: nicht versicherbarunter 8 Jahren
Figospäter auftretende erbliche Erkrankungen erstattetkeine gesonderte Regel gefundenkein Höchstalter
DFVKorrekturen angeborener oder genetischer Fehlentwicklungen ausgeschlossenkeine gesonderte Regel gefundenmaximal 8 Jahre

Quelle: Versicherungsbedingungen, Produktinformationen und Websites der Anbieter, abgerufen 30.09.2026. Maßgeblich ist der Versicherungsschein.

Gentest als Befund: Ein positiver MDR1- oder CEA-Test ist keine Erkrankung, aber ein Befund. Fragt der Versicherer im Antrag nach Gentests oder Augenuntersuchungen, müssen Sie das Ergebnis angeben (§ 19 VVG). Wer einen Sheltie aus VDH-Zucht kauft, hat meist schon Ergebnisse in der Hand: Der CfBrH verlangt seit 2010 für alle Zuchthunde einen MDR1-Gentest und seit 2024 im Screening Gentests auf DM, MDR1, PRA, vWD3, CEA und den Merle-Faktor. Mehr dazu unter Hundekrankenversicherung bei Vorerkrankung.

OP- oder Krankenversicherung: Die Gallenblasen-OP zahlt eine OP-Versicherung, sofern die Erkrankung nicht bekannt war. Die Behandlung eines Blasentumors mit Medikamenten, die Diätbegleitung bei Hypercholesterinämie und die Immuntherapie einer Dermatomyositis erstattet nur eine Krankenversicherung. Den Unterschied erklären Hundekrankenversicherung und Hunde-OP-Versicherung; die Übersicht aller Rassen steht unter Hunderassen A bis Z.

Gilt der Sheltie als Qualzucht?

Nein, der Sheltie gilt nicht generell als Qualzuchtrasse. Das Gutachten zur Auslegung des Qualzuchtverbots in § 11b Tierschutzgesetz nennt den Sheltie aber an zwei Stellen: beim Merle-Syndrom, für das es ein Zuchtverbot für Merle-Weißtiger und für die Verpaarung Merle mal Merle empfiehlt, und bei der Collie-Augenanomalie, für die es ein Zuchtverbot für Tiere mit Kolobom oder Netzhautablösung empfiehlt.

Für Käufer eines Welpen heißt das: Fragen Sie nach dem CEA-Status beider Elterntiere, dem MDR1-Ergebnis und bei blue-merle nach dem Merle-Gentest des Partners. Die nächste Verwandte des Shelties ist der Collie, bei dem MDR1 und CEA noch häufiger sind; der Australian Shepherd teilt den MDR1-Defekt und das Merle-Thema.

Sheltie Welpe

Häufige Fragen

Was ist der MDR1-Defekt beim Sheltie?

Eine Genvariante, durch die der Hund auf bestimmte Arzneimittel wie Ivermectin, Moxidectin oder Loperamid überempfindlich reagiert. Im Gießener Screening von 7.378 Hunden lag die Allelfrequenz beim Sheltie bei 30 %, in einer früheren Studie waren 5,7 % der Shelties reinerbig betroffen. Heilbar ist der Defekt nicht. Ein Gentest zeigt den Status; die Tierarztpraxis wählt dann verträgliche Präparate.

Zahlt die Hundekrankenversicherung den MDR1-Gentest beim Sheltie?

In der Regel nicht. PETPROTECT schließt vorsorgliche Untersuchungen auf rassespezifische Erkrankungen ausdrücklich aus. Andere Anbieter erstatten Vorsorge nur im Rahmen eines Vorsorgebudgets von 35 € bis 150 € im Jahr, sofern der Tarif eines enthält. Der Test kostet als Fremdlabor Auslagen plus Blutentnahme (Nr. 627, 12,21 € brutto im einfachen Satz). Welpen aus VDH-Zucht haben oft schon einen Befund der Eltern.

Ist die Collie-Augenanomalie beim Sheltie versichert?

Meist nicht, weil sie angeboren ist. Lassie schließt genetische und rassespezifische Krankheiten aus, PANDA angeborene Anomalien, DFV Korrekturen angeborener Fehlentwicklungen. PETPROTECT versichert Fehlentwicklungen nur, wenn sie bei Beginn nicht bekannt waren. Die milde Form (chorioretinale Hypoplasie) braucht ohnehin keine Behandlung; teuer wird es erst bei Netzhautablösung. In der Schweiz zeigten 13,1 % der Shelties eine Hypoplasie.

Was kostet eine Gallenblasen-OP beim Sheltie?

Die Diagnostik mit Untersuchung, Ultraschall und Blutwerten kostet nach GOT im Rechenbeispiel 191,13 € bis 573,38 € brutto. Für die Entfernung der Gallenblase gibt es keine eigene GOT-Nummer; sie wird analog nach § 8 GOT berechnet, dazu kommen Narkose, stationäre Tage und Medikamente. In der amerikanischen Fallserie wurden 17 von 38 Shelties operiert. Eine OP-Versicherung zahlt den Eingriff, wenn die Erkrankung bei Abschluss nicht bekannt war.

Welche Versicherung zahlt beim Sheltie einen Blasentumor?

PANDA versichert Tumore in Komfort, Exklusiv und OP-Schutz nach 12 Monaten besonderer Wartezeit, insgesamt höchstens 6.000 €; im Basis-Krankenvollschutz sind sie ausgeschlossen. AGILA nennt 6 Monate besondere Wartezeit für onkologische Erkrankungen. Getsafe nimmt Hunde mit bekanntem Tumor nicht auf. Weil Blasentumore meist mit Medikamenten statt OP behandelt werden, brauchen Sie eine Krankenversicherung mit ausreichendem Jahreslimit.

Weiterlesen

Quellen

  1. Gramer et al. 2011: Breed distribution of the nt230(del4) MDR1 mutation in dogs, Veterinary Journal (Universität Gießen), Stand 2011, abgerufen 30.09.2026
  2. Geyer et al. 2005: Frequency of the nt230(del4) MDR1 mutation in Collies and related dog breeds in Germany, J Vet Pharmacol Ther, Stand 2005, abgerufen 30.09.2026
  3. Walser-Reinhardt et al. 2009: Collie Eye Anomaly in Switzerland, Schweizer Archiv für Tierheilkunde, Stand 2009, abgerufen 30.09.2026
  4. Aguirre et al. 2007: Gallbladder disease in Shetland Sheepdogs: 38 cases, JAVMA, Stand 2007, abgerufen 30.09.2026
  5. Sato et al. 2000: Hypercholesterolemia in Shetland sheepdogs, J Vet Med Sci, Stand 2000, abgerufen 30.09.2026
  6. Clark et al. 2005: Linkage of dermatomyositis in the Shetland Sheepdog to chromosome 35, Vet Dermatol, Stand 2005, abgerufen 30.09.2026
  7. Knapp et al. 2020: Naturally-occurring invasive urothelial carcinoma in dogs, Frontiers in Oncology (Purdue University), Stand 2020, abgerufen 30.09.2026
  8. McMillan et al. 2024: Longevity of companion dog breeds in the UK, Scientific Reports, Supplementary Table 3, Stand 2024, abgerufen 30.09.2026
  9. FCI-Standard Nr. 88 Shetland Sheepdog, Stand 19.08.2013, abgerufen 30.09.2026
  10. Club für Britische Hütehunde e.V.: Zuchtordnung, Stand 01.01.2026, Stand 01.01.2026, abgerufen 30.09.2026
  11. VDH: Welpenstatistik der Mitgliedsvereine 2025, Stand abgerufen 30.09.2026
  12. Gutachten zur Auslegung von § 11b TierSchG (Qualzuchtgutachten), Bundestierärztekammer, Stand abgerufen 30.09.2026
  13. Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) vom 15.08.2022 mit Gebührenverzeichnis, Stand geändert durch Art. 2 V v. 15.3.2023, abgerufen 30.09.2026
  14. Lassie: Allgemeine Versicherungsbedingungen OP- und Krankenversicherung, Stand 02/2026, abgerufen 30.09.2026
  15. PANDA: Versicherungsbedingungen Krankenvollschutz und OP-Schutz 01/2026, Stand 01/2026, abgerufen 30.09.2026
  16. PETPROTECT: Versicherungsbedingungen Tier-Krankenversicherung Hund 01/2024, Stand 01/2024, abgerufen 30.09.2026
  17. AGILA: Vertragswerk Tierkranken- und OP-Kostenschutz, Stand 15.07.2026, abgerufen 30.09.2026

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