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Kromfohrländer versichern
Was Sie davon haben
- Sie wissen, welche Krankheiten beim Kromfohrländer häufig sind, etwa erbliche Ballenhyperkeratose und Epilepsie
- Sie sehen, was die Behandlung dieser Krankheiten beim Kromfohrländer nach der Gebührenordnung kostet
- Sie erkennen, welche Tarifbedingungen beim Kromfohrländer den Unterschied machen
- Sie wissen, ob der Kromfohrländer als Qualzucht gilt
- Sie vergleichen Tarife nach Versicherungsbedingungen statt nach Werbung
Wenn Ihr Kromfohrländer morgen operiert werden muss, liegt die Rechnung nach der Gebührenordnung schnell bei 1.155 € bis 3.464 €.
Hier sehen Sie, welche Erkrankungen beim Kromfohrländer häufig sind, was sie kosten und welcher Tarif sie wirklich abdeckt.
Bei der Hundekrankenversicherung für den Kromfohrländer geht es weniger um Gelenke als um Gene: Die Rasse stammt aus wenigen Gründertieren, und drei Erbkrankheiten sind gut belegt. In einer Studie mit 87 Kromfohrländern trugen 80,5 % die Mutation für die Von-Willebrand-Krankheit Typ 1, eine Blutgerinnungsstörung. Dazu kommen die erbliche Ballenhyperkeratose mit Gentest und die Epilepsie. Beim Tarif zählt deshalb vor allem, wie der Versicherer mit genetischen und rassespezifischen Krankheiten umgeht, ob Epilepsie ausgeschlossen ist und ob eine Kastration mit vorheriger Gerinnungsprüfung bezahlt wird.
Stand: September 2026 · Redaktion vierbeiner-versichert.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Kurz beantwortet
- Von-Willebrand-Krankheit Typ 1: In einer Studie mit 87 Kromfohrländern waren 65,5 % Träger und 15,0 % reinerbig betroffen; 21 % aller Hunde zeigten Blutungssymptome. Erbgang autosomal-dominant mit unvollständiger Penetranz.
- Erbliche Ballenhyperkeratose: Mutation im FAM83G-Gen, autosomal-rezessiv, Beginn mit 4 bis 5 Monaten, Gentest seit 2014. Häufigkeit in der Population: keine belastbare Zahl gefunden.
- Kosten nach GOT: Kastration einer Hündin im Rechenbeispiel 558,34 € bis 1.675,01 € brutto, MRT bei Epilepsie-Abklärung allein 833,00 € bis 2.499,00 € brutto.
- Lassie schließt angeborene, genetische und rassespezifische Krankheiten aus. PANDA Basis schließt Epilepsie aus, Komfort und Exklusiv zahlen nach 12 Monaten bis 6.000 €. Getsafe versichert Epilepsie nach 12 Monaten besonderer Wartezeit.
Welcher Tarif passt zu Ihrem Tier?
Vier Fragen, ein Ergebnis aus den Versicherungsbedingungen der Anbieter.
Steckbrief: Wie groß und schwer wird ein Kromfohrländer?
Ein Kromfohrländer erreicht laut FCI-Standard Nr. 192 eine Widerristhöhe zwischen 38 und 46 cm. Rüden wiegen 11 bis 16 kg, Hündinnen 9 bis 14 kg. Es gibt ihn als Rauhaar mit Bart und als Glatthaar. Der Standard stammt vom 12.10.1998, Ursprungsland ist Deutschland.
Die Rasse ist jung und klein. Sie geht auf wenige Gründertiere aus den 1940er Jahren zurück, darunter einen Griffon-Mischling und eine Foxterrier-Hündin. Der Zuchtverein VRK spricht von nur fünf verschiedenen Haplotypen im geschlossenen Genpool. Um die genetische Vielfalt zu erhöhen, läuft ein Einkreuzprojekt mit dem Dänisch-Schwedischen Farmhund; die Nachkommen werden als Projekthunde geführt. Zur Lebenserwartung gibt es keine belastbare Zahl: In der britischen Langlebigkeitsstudie von McMillan et al. 2024 steht der Kromfohrländer zwar in der Rassenliste, für die Überlebensanalyse reichten die Fallzahlen aber nicht.
| Merkmal | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Widerristhöhe | 38 bis 46 cm | FCI-Standard Nr. 192 |
| Gewicht Rüde | 11 bis 16 kg | FCI-Standard Nr. 192 |
| Gewicht Hündin | 9 bis 14 kg | FCI-Standard Nr. 192 |
| Haararten | Rauhaar, Glatthaar | FCI-Standard Nr. 192 |
| Lebenserwartung (Median) | keine belastbare Zahl; nicht in der Überlebensanalyse enthalten | McMillan et al. 2024, UK |
| Genpool | 5 Haplotypen; Einkreuzprojekt mit Dänisch-Schwedischem Farmhund | VRK; Segert et al. 2019 |
Quellen: FCI-Standard Nr. 192 (12.10.1998); McMillan et al. 2024, Scientific Reports, Supplement; VRK Zuchtverein für Kromfohrländer; Segert et al. 2019.
Welche Krankheiten sind beim Kromfohrländer häufig?
Beim Kromfohrländer sind drei Erbkrankheiten gut belegt: die Von-Willebrand-Krankheit Typ 1, die erbliche Ballenhyperkeratose und die Epilepsie. Für die ersten beiden gibt es Gentests, für die Epilepsie nicht.
Die Von-Willebrand-Krankheit ist die am besten untersuchte. Eine österreichische Arbeitsgruppe genotypisierte 2019 genau 87 Kromfohrländer, darunter reinrassige Tiere und Projekthunde aus dem Einkreuzprojekt. 65,5 % trugen die Mutation im VWF-Gen einfach, 15,0 % doppelt, nur 19,5 % waren frei. Die Allelfrequenz lag bei 48 %. Anders als bei den meisten Rassen zeigten auch Träger Symptome: 23,2 % der heterozygoten Hunde bluteten auffällig, bei den reinerbig betroffenen 45,5 %, bei den freien Hunden keiner. Die Studie schließt daraus auf einen autosomal-dominanten Erbgang mit unvollständiger Penetranz. Ein Gentest ist seit 2008 verfügbar; der Verein ProKromfohrländer schreibt ihn für Zuchttiere vor.
Die Ballenhyperkeratose wurde 2014 an der Universität Bern aufgeklärt: eine Missense-Variante im FAM83G-Gen, gefunden bei 13 betroffenen und 29 gesunden Kromfohrländern und bestätigt beim Irish Terrier. Der Erbgang ist autosomal-rezessiv. Halter bemerken die verhornten, rissigen Ballen mit 4 bis 5 Lebensmonaten; später bilden sich Hornzapfen an den Ballenrändern, die Krallen wachsen übermäßig. Seit 2014 gibt es den Gentest, bei Zuchttieren beider Elternteile lässt sich die Krankheit für den Wurf ausschließen. Wie viele Kromfohrländer heute noch Träger sind, ist nicht veröffentlicht.
| Erkrankung | Häufigkeit laut Quelle | Typische Behandlung laut Quelle |
|---|---|---|
| Von-Willebrand-Krankheit Typ 1 | 65,5 % Träger, 15,0 % reinerbig betroffen, 21 % mit Blutungssymptomen (87 Hunde, Segert et al. 2019) | in der Studie nicht beschrieben; Gentest vor Zucht und vor Operationen |
| Erbliche Ballenhyperkeratose (FAM83G) | keine belastbare Zahl gefunden; 13 Fälle in der Bern-Studie, Gentest seit 2014 | nicht heilbar; regelmäßige Ballenpflege, Kürzen der Krallen, Abtragen der Hornzapfen (Zuchtverein) |
| Epilepsie | Züchterangabe unter Verweis auf RZV-Statistik: rund 4 % Neuerkrankungen je Jahrgang bei seit 2001 geborenen Hunden; keine aktuelle Veröffentlichung des Vereins | Zuchtlenkung im RZV seit den 1990er Jahren; Behandlung in der Quelle nicht beschrieben |
| Hyperurikosurie, degenerative Myelopathie, prcd-PRA | keine belastbare Zahl gefunden; Gentests im Rassepanel verfügbar (VRK, Stand 01/2024) | in der Quelle nicht beschrieben |
Quellen: Segert et al. 2019, Canine Genetics and Epidemiology; Drögemüller et al. 2014, PLoS Genetics; VRK Zuchtverein für Kromfohrländer; ProKromfohrländer e. V.; Züchterseite familienkromi-kromfohrlaender.de.
Die Von-Willebrand-Zahlen stammen aus einer Studienpopulation, die auch Projekthunde aus dem Einkreuzprojekt enthielt, und gelten nicht eins zu eins für alle Kromfohrländer. Die Epilepsie-Zahl ist eine Züchterangabe; der Rassezuchtverein hat seit Jahren keine aktuelle Statistik veröffentlicht. Ob Ihr Hund betroffen ist, klärt die Tierarztpraxis.

Was kosten diese Behandlungen beim Kromfohrländer?
Beim Kromfohrländer entstehen die großen Rechnungen weniger durch eine einzelne Operation als durch Diagnostik und Dauerbehandlung: Eine Epilepsie-Abklärung mit MRT kostet nach GOT im Rechenbeispiel 1.154,72 € bis 3.464,15 € brutto, eine Kastration der Hündin 558,34 € bis 1.675,01 € brutto. Bei einem Von-Willebrand-Träger kommt vor jeder Operation eine Gerinnungsprüfung dazu.
Der Rechenweg für die Kastration: Das Rechenbeispiel aus GOT-Einzelpositionen (Untersuchung Nr. 16, Venenkatheter, Intubationsnarkose, Monitoring, Infusion, Ovariohysterektomie Nr. 604 mit 192,00 € netto im einfachen Satz, Injektionen) ergibt 469,19 € netto, × 1,19 = 558,34 € brutto. Im dreifachen Satz sind es 1.407,57 € netto oder 1.675,01 € brutto. Die Blutuntersuchung vorab (Blutentnahme Nr. 627, Aufbereitung Nr. 608, kleines Blutbild Nr. 617) kostet 58,16 € netto, also 69,21 € bis 207,63 € brutto; die Bestimmung des Von-Willebrand-Faktors läuft meist über ein Fremdlabor und wird als Auslage weiterberechnet.
Für die Epilepsie-Abklärung ist die Magnetresonanztomographie (Nr. 177) mit 700,00 € netto im einfachen Satz die teuerste Einzelposition, brutto 833,00 € bis 2.499,00 €. Mit Untersuchung, Organuntersuchung, Blutbild und Narkose kommt das Rechenbeispiel auf 970,35 € netto, brutto 1.154,72 € im einfachen und 3.464,15 € im dreifachen Satz. Die anschließende Dauermedikation wird nach Arzneimittelpreisverordnung berechnet und ist aus der GOT nicht bezifferbar.
Eigene Rechnung aus GOT-Einzelpositionen, inkl. 19 % USt, ohne Arzneimittel, Material und Fremdlabor. Quelle: GOT 2022, Anlage.
Die Ballenhyperkeratose verursacht keine OP-Kosten, aber laufende: Jede Kontrolle ist eine allgemeine Untersuchung (Nr. 16) mit 23,62 € netto oder 28,11 € brutto im einfachen Satz, dazu Pflegeprodukte, die nicht unter die GOT fallen. Alle Positionen der Kastration stehen unter Kastration beim Hund: Kosten, die Grundregeln der Gebührenordnung unter Tierarztkosten nach GOT.
Worauf muss die Versicherung beim Kromfohrländer achten?
Beim Kromfohrländer muss die Versicherung vor allem genetische und rassespezifische Krankheiten einschließen, Epilepsie nicht ausschließen und die Vorsorge vor Operationen mittragen. Genau an diesen Punkten unterscheiden sich die Bedingungen deutlich.
Lassie schließt angeborene, genetische und rassespezifische Krankheiten aus, unabhängig davon, wann sie erstmals auffallen (AVB S. 9, Ziffer 4); nur HD und ED sind nach 18 Monaten Wartezeit versichert. Für einen Hund, dessen bekannteste Krankheiten alle einen Gendefekt haben, ist das die entscheidende Klausel. PANDA schließt im Krankenvollschutz Basis Epilepsie ausdrücklich aus; in Komfort und Exklusiv gilt für Epilepsie eine besondere Wartezeit von 12 Monaten mit höchstens 6.000 € für alle Fälle während der Vertragslaufzeit. Angeborene und erbliche Anomalien sind bei PANDA in allen Stufen ausgeschlossen.
Getsafe versichert Epilepsie nach 12 Monaten besonderer Wartezeit, nimmt aber keinen Hund an, der bei Abschluss bereits an Epilepsie leidet. BarmeniaGothaer nennt auf der Website Epilepsie ebenfalls als Grund, warum ein Hund nicht versicherbar ist. Figo erstattet laut Website erblich bedingte Erkrankungen, die erst später auftreten, nicht aber solche, die von Geburt an vorliegen. PETPROTECT versichert nicht bekannte Fehlentwicklungen, schließt aber vorsorgliche Untersuchungen auf rassespezifische Erkrankungen aus: Den Gentest zahlt also niemand, wohl aber die Behandlung, wenn die Krankheit nach der Wartezeit auftritt. DFV schließt Korrekturen angeborener oder genetischer Fehlentwicklungen aus. AGILA nimmt laut Bedingungen keine Tiere an, die Anzeichen einer rassespezifischen Erkrankung zeigen.
| Anbieter | Genetische und rassespezifische Krankheiten | Epilepsie | Höchstalter bei Abschluss |
|---|---|---|---|
| Lassie | ausgeschlossen (außer HD/ED nach 18 Monaten) | keine eigene Regel; genetisch bedingt ausgeschlossen | kein Höchstalter |
| PANDA | angeborene und erbliche Anomalien ausgeschlossen | Basis: ausgeschlossen; Komfort, Exklusiv: 12 Monate Wartezeit, max. 6.000 € | bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres |
| Getsafe | bestehende und angeborene Krankheiten ausgeschlossen | 12 Monate besondere Wartezeit; bei Abschluss bestehend: nicht versicherbar | unter 8 Jahren |
| PETPROTECT | nicht bekannte Fehlentwicklungen versichert; Gentests als Vorsorge ausgeschlossen | keine eigene Regel | OP-Versicherung bis 7 Jahre |
| Figo | von Geburt an vorliegende Erbkrankheiten nicht erstattet, später auftretende erstattet (Website) | keine eigene Regel | kein Höchstalter |
| DFV | Korrekturen angeborener oder genetischer Fehlentwicklungen ausgeschlossen | keine eigene Regel | 8 Jahre (Website) |
| AGILA | Tiere mit Anzeichen rassespezifischer Erkrankung nicht versicherungsfähig | keine eigene Regel | bis 8 Jahre |
Quelle: Versicherungsbedingungen, Produktinformationen und Websites der Anbieter, abgerufen 30.09.2026. Maßgeblich ist der Versicherungsschein.
Gentest vor dem Antrag: Ein positiver Gentest ist ein bekannter Befund. Fragt der Versicherer im Antrag nach Vorerkrankungen oder Untersuchungsergebnissen, müssen Sie ihn angeben (§ 19 VVG). Ein Kromfohrländer, der nachweislich Träger der Von-Willebrand-Mutation ist, bekommt Gerinnungsstörungen dann meist ausgeschlossen. Wer den Hund zuerst versichert und erst danach testet, hat den Schutz in der Regel behalten, sofern die Krankheit vor Abschluss nicht bekannt war. Mehr dazu unter Hundekrankenversicherung bei Vorerkrankung.
OP- oder Krankenversicherung: Epilepsie und Ballenhyperkeratose werden nicht operiert. Eine reine Hunde-OP-Versicherung zahlt hier nichts, auch nicht das MRT ohne anschließende Operation. Für den Kromfohrländer ist deshalb eine Hundekrankenversicherung mit Heilbehandlung und ausreichendem Jahreslimit der passendere Vertragstyp; PETPROTECT Komfort deckelt die Heilbehandlung bei 500 € im Jahr, BarmeniaGothaer Top bei 800 €.
Gilt der Kromfohrländer als Qualzucht?
Nein, der Kromfohrländer ist im Gutachten zur Auslegung des Qualzuchtverbots nach § 11b Tierschutzgesetz nicht genannt. Sein Problem ist ein anderes: der sehr kleine Genpool. Der Zuchtverein VRK spricht von nur fünf Haplotypen, und die Von-Willebrand-Studie zeigt, dass eine Mutation mit 48 % Allelfrequenz kaum noch aus der Rasse herauszuzüchten ist, ohne die Vielfalt weiter zu verringern.
Für Käufer eines Welpen heißt das: Fragen Sie nach den Gentest-Ergebnissen beider Elterntiere für Von Willebrand und Ballenhyperkeratose und nach Epilepsiefällen in der Linie. Wer einen Projekthund aus dem Einkreuzprojekt in Betracht zieht, bekommt breitere Genetik, aber keine FCI-Papiere. Ähnlich kleine Populationen mit eigenem Gesundheitsprogramm sind der Elo und, als eine der Ursprungsrassen, der Foxterrier. Alle Rassenseiten finden Sie unter Hunderassen von A bis Z.

Häufige Fragen
Zahlt die Hundekrankenversicherung beim Kromfohrländer die Von-Willebrand-Krankheit?
Nur, wenn der Tarif genetische Krankheiten nicht ausschließt und die Störung bei Abschluss nicht bekannt war. Lassie schließt angeborene, genetische und rassespezifische Krankheiten grundsätzlich aus. PANDA schließt erbliche Anomalien aus. Figo erstattet laut Website erblich bedingte Erkrankungen, die erst nach Vertragsbeginn auftreten. Ein vorliegender positiver Gentest gilt bei allen Anbietern als bekannter Befund und muss auf Nachfrage angegeben werden.
Wie häufig ist die Von-Willebrand-Krankheit beim Kromfohrländer?
In einer Studie von 2019 mit 87 Kromfohrländern trugen 80,5 % die Mutation: 65,5 % einfach, 15,0 % doppelt. 21 % aller Hunde zeigten Blutungssymptome, bei den reinerbig betroffenen 45,5 %, bei den Trägern 23,2 %. Die Studienpopulation enthielt auch Projekthunde aus dem Einkreuzprojekt; der Zuchtverein VRK nennt für die Gesamtpopulation knapp 40 % Träger oder Betroffene.
Was kostet ein Gentest beim Kromfohrländer und zahlt ihn die Versicherung?
Gentests laufen über spezialisierte Labore und nicht über die GOT, ein Preis lässt sich aus der Gebührenordnung nicht ableiten. Die Versicherung zahlt ihn in der Regel nicht: PETPROTECT schließt vorsorgliche Untersuchungen auf rassespezifische Erkrankungen ausdrücklich aus, andere Anbieter erstatten nur Behandlungen bei Krankheit. Zuchtvereine wie ProKromfohrländer schreiben die Tests für Zuchttiere vor, die Kosten trägt der Züchter.
Ist Epilepsie beim Kromfohrländer versichert?
Je nach Anbieter. PANDA schließt Epilepsie im Krankenvollschutz Basis aus und versichert sie in Komfort und Exklusiv nach 12 Monaten Wartezeit mit höchstens 6.000 € je Vertrag. Getsafe versichert Epilepsie nach 12 Monaten besonderer Wartezeit, nimmt aber keinen bereits erkrankten Hund an. Bei BarmeniaGothaer ist ein Hund mit Epilepsie laut Website nicht versicherbar. Eine reine OP-Versicherung zahlt Epilepsie nie, weil nicht operiert wird.
Was kostet eine Kastration beim Kromfohrländer mit Von-Willebrand-Risiko?
Die Kastration einer Hündin kostet nach GOT im Rechenbeispiel 558,34 € brutto im einfachen und 1.675,01 € im dreifachen Satz, beim Rüden 393,34 € bis 1.180,03 €. Bei einem Träger der Von-Willebrand-Mutation kommt vorab eine Blutuntersuchung dazu, im Rechenbeispiel 69,21 € bis 207,63 € brutto, plus die Bestimmung des Von-Willebrand-Faktors im Fremdlabor als Auslage. Eine Kastration ohne medizinischen Grund zahlt keine Versicherung.
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WeiterlesenQuellen
- Segert et al. 2019: vWDI is inherited in an autosomal dominant manner with incomplete penetrance, in the Kromfohrländer breed, Canine Genetics and Epidemiology, Stand 2019, abgerufen 30.09.2026
- Drögemüller et al. 2014: A Mutation in the FAM83G Gene in Dogs with Hereditary Footpad Hyperkeratosis, PLoS Genetics, Stand 2014, abgerufen 30.09.2026
- McMillan et al. 2024: Longevity of companion dog breeds in the UK, Scientific Reports (Supplement, Rassenliste), Stand 2024, abgerufen 30.09.2026
- FCI-Standard Nr. 192 Kromfohrländer, Stand 12.10.1998, abgerufen 30.09.2026
- VRK Zuchtverein für Kromfohrländer: Gentests beim Kromfohrländer, Stand 01/2024, abgerufen 30.09.2026
- ProKromfohrländer e. V.: Digitale Hyperkeratose beim Kromfohrländer, Stand abgerufen 30.09.2026
- Züchterseite familienkromi-kromfohrlaender.de: Epilepsie beim Kromfohrländer (Züchterangabe mit Verweis auf RZV-Statistik), Stand abgerufen 30.09.2026
- Gutachten zur Auslegung von § 11b TierSchG (Qualzuchtgutachten), Bundestierärztekammer, Stand abgerufen 30.09.2026
- Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) vom 15.08.2022 mit Gebührenverzeichnis, Stand geändert durch Art. 2 V v. 15.3.2023, abgerufen 30.09.2026
- Lassie: Allgemeine Versicherungsbedingungen OP- und Krankenversicherung, Stand 02/2026, abgerufen 30.09.2026
- PANDA: Allgemeine Versicherungsbedingungen Krankenvollschutz Komfort 01/2026 (weitere Stufen unter demselben Pfad), Stand 01/2026, abgerufen 30.09.2026
- Getsafe: Vertragsbedingungen Tierkrankenversicherung Vollschutz Premium, Stand 2025, abgerufen 30.09.2026
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