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Deutsche Dogge versichern

Was Sie davon haben

  • Sie wissen, welche Krankheiten bei der Deutschen Dogge häufig sind, etwa Magendrehung und dilatative Kardiomyopathie
  • Sie sehen, was eine Magendrehung bei der Deutschen Dogge nach der Gebührenordnung kostet
  • Sie erkennen, welche Tarifbedingungen bei der Deutschen Dogge den Unterschied machen
  • Sie wissen, ob die Deutsche Dogge als Qualzucht gilt
  • Sie vergleichen Tarife nach Versicherungsbedingungen statt nach Werbung

Wenn Ihr Deutsche Dogge morgen operiert werden muss, liegt die Rechnung nach der Gebührenordnung schnell bei 1.710 € bis 3.360 €.

Hier sehen Sie, welche Erkrankungen beim Deutsche Dogge häufig sind, was sie kosten und welcher Tarif sie wirklich abdeckt.

Bei der Hundekrankenversicherung für die Deutsche Dogge entscheiden Notdienst, Herz und Höchstalter. In britischen Notfallpraxen hatte die Dogge das höchste Risiko aller Rassen für eine Magendrehung, das 114,3-fache von Mischlingen. Die Operation kostet nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im Rechenbeispiel 825,10 € bis 2.475,30 € mit Umsatzsteuer, im Notdienst 1.709,70 € bis 3.359,89 €. In einer britischen Screeningstudie hatten 35,6 % der untersuchten Doggen eine dilatative Kardiomyopathie (DCM). Beim Tarif zählen deshalb der GOT-Satz im Notdienst, das Jahreslimit für Herzmedikamente und der Abschluss vor dem 7. Lebensjahr.

Stand: September 2026 · Redaktion vierbeiner-versichert.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Deutsche Dogge

Kurz beantwortet

  • Magendrehung: Odds Ratio 114,3 gegenüber Mischlingen in britischen Notfallpraxen (77.088 Hunde), der höchste Wert aller Rassen; 79,3 % der operierten Hunde überlebten bis zur Entlassung.
  • Dilatative Kardiomyopathie: 35,6 % von 107 britischen Doggen im Screening betroffen, mit angepassten Referenzwerten 47 %; Erbgang wahrscheinlich autosomal-dominant.
  • Osteosarkom: Jahresprävalenz 0,87 %, Odds Ratio 34,24 (UK-Praxisdaten); Magendrehungs-OP nach GOT 825,10 € bis 2.475,30 € brutto, im Notdienst 1.709,70 € bis 3.359,89 €.
  • Lebenserwartung im Median 10,6 Jahre (UK); PANDA nimmt nur bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres auf; Lassie schließt das Wobbler-Syndrom und genetische Krankheiten aus.

Welcher Tarif passt zu Ihrem Tier?

Vier Fragen, ein Ergebnis aus den Versicherungsbedingungen der Anbieter.

Steckbrief: Wie groß und schwer wird eine Deutsche Dogge?

Eine Deutsche Dogge erreicht laut FCI-Standard Nr. 235 in der Fassung vom 02.10.2024 eine Widerristhöhe von mindestens 80 cm bei Rüden, wobei 90 cm nicht überschritten werden sollten, und mindestens 72 cm bei Hündinnen mit einer Obergrenze von 84 cm. Ein Gewicht legt der Standard nicht fest. Die Dogge gehört zu den größten Hunderassen überhaupt.

In Deutschland wird sie deutlich seltener gezüchtet als früher. Die Mitgliedsvereine des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) meldeten 2025 genau 416 Doggen-Welpen, 2013 waren es 1.445. Die Lebenserwartung ist kurz: In britischen Daten lag der Median bei 10,6 Jahren, das Sterberisiko 1,2-fach über dem von Mischlingen.

Deutsche Dogge: Steckbrief
MerkmalWertQuelle
Widerristhöhe Rüdemindestens 80 cm, 90 cm sollten nicht überschritten werdenFCI-Standard Nr. 235
Widerristhöhe Hündinmindestens 72 cm, 84 cm sollten nicht überschritten werdenFCI-Standard Nr. 235
Gewicht laut Standardnicht festgelegtFCI-Standard Nr. 235
Lebenserwartung (Median)10,6 Jahre (95 %-KI 10,4 bis 11,0)McMillan et al. 2024, UK, 1.986 Doggen
Sterberisiko gegenüber MischlingenHazard Ratio 1,20McMillan et al. 2024
VDH-Welpen 2025416 (2013: 1.445)VDH-Welpenstatistik

Quellen: FCI-Standard Nr. 235 vom 02.10.2024; McMillan et al. 2024, Scientific Reports, Supplement Tabelle S3; VDH-Welpenstatistik 2025.

Welche Krankheiten sind bei der Deutschen Dogge häufig?

Bei der Deutschen Dogge sind Magendrehung, dilatative Kardiomyopathie, Osteosarkom und das Wobbler-Syndrom die typischen Erkrankungen; Magendrehung und Knochenkrebs sind die teuersten. Eine Auswertung von 77.088 Hunden in britischen Notfallpraxen ergab für die Dogge ein 114,3-fach höheres Risiko für eine Magendrehung als für Mischlinge (95 %-Konfidenzintervall 55,1 bis 237,1), vor Akita und Bordeauxdogge. Von den lebend eingelieferten Hunden aller Rassen überlebten 49,7 % bis zur Entlassung, von den operierten 79,3 %. In der amerikanischen Kohorte von Glickman lag die Inzidenz bei den vier Riesenrassen einschließlich Dogge bei 26 Fällen je 1.000 Hundejahre.

Die dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist eine Herzmuskelschwäche mit Erweiterung der Kammern. Die Universität Liverpool untersuchte 107 Doggen per Herzultraschall und EKG: 35,6 % waren nach dem Punktesystem betroffen, mit rassespezifisch angepassten Referenzwerten 47 %; 54 % der betroffenen Hunde zeigten ventrikuläre Arrhythmien, die Stammbaumanalyse sprach für einen autosomal-dominanten Erbgang. In einer britischen Auswertung von 367 DCM-Fällen war die Rasse Dogge mit kürzerem Überleben verbunden. Beim Osteosarkom lag die Dogge in VetCompass-Daten mit 0,87 % Jahresprävalenz und einem 34,24-fachen Risiko auf Rang 3 hinter Deerhound und Leonberger. Das Wobbler-Syndrom (zervikale Spondylomyelopathie), eine Einengung des Rückenmarks im Hals, tritt laut Übersichtsarbeit der Ohio State University vor allem bei großen und riesigen Rassen auf; bei der Dogge überwiegt die knöcherne Form. Eine belastbare Häufigkeit wurde nicht gefunden.

Häufige Erkrankungen bei der Deutschen Dogge
ErkrankungHäufigkeit laut QuelleTypische Behandlung laut Quelle
Magendrehung (GDV)Odds Ratio 114,3 gegenüber Mischlingen (UK-Notfallpraxen); Riesenrassen 26 Fälle je 1.000 Hundejahre (USA)Notoperation mit Magenfixation; 79,3 % der operierten Hunde überlebten
Dilatative Kardiomyopathie (DCM)35,6 % bzw. 47 % von 107 gescreenten Doggen (UK)Herzmedikamente; in der Studie nicht spezifiziert
Osteosarkom0,87 % im Jahr, Odds Ratio 34,24 (UK, 905.552 Hunde, davon 1.269 Doggen)Amputation, Chemotherapie
Wobbler-Syndrom (zervikale Spondylomyelopathie)keine belastbare Häufigkeit gefunden; Dogge als Hauptrasse der knöchernen Form genannt (USA)konservativ oder operativ; MRT zur Diagnose
Hüftdysplasie (HD)12,5 % dysplastisch von 19.306 eingereichten Aufnahmen (OFA, USA)konservativ; Femurkopfresektion oder Hüftprothese
Ellbogendysplasie (ED)5,0 % auffällig von 5.920 Aufnahmen (OFA, USA)meist konservativ

Quellen: O'Neill et al. 2017; Glickman et al. 2000; Stephenson et al. 2012; Martin et al. 2010; O'Neill et al. 2023; da Costa 2010; OFA Disease Statistics.

Die Zahlen stammen aus Großbritannien und den USA; das DCM-Screening beruht auf 107 Hunden, deren Halter freiwillig teilnahmen. Deutsche Daten für die Gesamtpopulation gibt es nicht. Ob Ihr Hund betroffen ist, klärt die Tierarztpraxis.

Deutsche Dogge beim Spielen im Freien

Was kostet eine Magendrehung bei der Deutschen Dogge?

Eine Magendrehungs-OP bei der Deutschen Dogge kostet nach GOT im Rechenbeispiel 825,10 € brutto im einfachen und 2.475,30 € im dreifachen Satz; im Notdienst sind es 1.709,70 € bis 3.359,89 €. Bei einem Hund mit 70 kg und mehr kommen Arzneimittel, Infusionslösungen, Blutuntersuchungen und Intensivüberwachung mit 100 € netto je Tag (Nr. 351) in erheblicher Höhe dazu.

Der Rechenweg: Die Magendrehungs-Operation einschließlich Fixation (GOT-Nr. 470) hat einen einfachen Satz von 256,55 € netto, mit 19 % Umsatzsteuer 305,29 €. Mit Untersuchung, zwei Röntgenaufnahmen, Venenkatheter, Intubationsnarkose, Monitoring, Infusion per Infusomat, perioperativen Injektionen, zwei Tagen stationär und zwei Folgeuntersuchungen ergibt das Paket 693,36 € netto, × 1,19 = 825,10 € brutto. Im Notdienst gilt nach § 4 GOT mindestens der zweifache Satz, bis zum vierfachen, plus 50 € Notdienstgebühr netto: 1.436,72 € bis 2.823,44 € netto, brutto 1.709,70 € bis 3.359,89 €.

Deutsche Dogge: Rechenbeispiele nach GOT, brutto, 1- bis 3-facher Satz
Magendrehungs-OP, nur OP-Position (Nr. 470)305 € bis 916 €
Magendrehungs-OP, Rechenbeispiel825 € bis 2.475 €
Magendrehungs-OP im Notdienst (2- bis 4-fach plus 50 €)1.710 € bis 3.360 €
Herzultraschall (Nr. 180), nur diese Position70,11 € bis 210 €
MRT bei Wobbler-Verdacht (Nr. 177), nur diese Position833 € bis 2.499 €
Amputation bei Osteosarkom, nur OP-Position (Nr. 850)236 € bis 706 €

Eigene Rechnung aus GOT-Einzelpositionen, inkl. 19 % USt, ohne Arzneimittel, Material, Labor und Intensivüberwachung. Quelle: GOT 2022, Anlage.

Die DCM kostet anders: Herzultraschall (Nr. 180: 58,92 € netto, 70,11 € brutto im einfachen Satz), Untersuchung (Nr. 16: 23,62 € netto, 28,11 € brutto) und Medikamente nach Arzneimittelpreisverordnung, das Ganze alle paar Monate über den Rest des Lebens. Bei einer Dogge sind die Medikamentenmengen wegen des Gewichts hoch. Das MRT zur Abklärung eines Wobbler-Syndroms (Nr. 177) kostet 700,00 € netto, 833,00 € brutto im einfachen Satz und 2.499,00 € brutto im dreifachen, plus Narkose.

Alle Positionen der Magendrehung stehen unter Magendrehung beim Hund: Kosten, der Notdienst unter Tierarzt-Notdienst: Kosten. Wie die GOT funktioniert, erklärt Tierarztkosten nach GOT.

Worauf muss die Versicherung bei der Deutschen Dogge achten?

Bei der Deutschen Dogge muss die Versicherung im Notdienst den 4-fachen GOT-Satz zahlen, Herzbehandlungen ohne niedriges Jahreslimit erstatten und den Hund vor dem 7. Geburtstag aufnehmen. Zahlt ein Tarif nur bis zum 3-fachen Satz, bleibt bei einer Notdienstrechnung zum 4-fachen Satz ein Viertel der Gebühren beim Halter, bei einer Magendrehung leicht 800 € und mehr.

PANDA erstattet in den Basis-Tarifen bis zum 3-fachen Satz ohne Notdienstgebühr, Komfort zahlt im Notfall 4-fach, Exklusiv 4-fach einschließlich Notdienstgebühr. PETPROTECT und BarmeniaGothaer zahlen 3-fach, im Notdienst 4-fach plus Gebühr; Getsafe 3-fach, im Notfall 4-fach. Lassie, AGILA, ARAG und Figo erstatten generell bis zum 4-fachen Satz. Beim Limit trennt sich die Notoperation von der Herzbehandlung: DFV zahlt im ersten Jahr höchstens 1.000 €, PANDA Basis 2.000 € je Fall, AGILA Basis 3.000 € im Jahr. Herzmedikamente sind Heilbehandlung und nur in Krankenversicherungen enthalten; Lassie Mini deckelt sie auf 1.000 € im Jahr, PETPROTECT Komfort auf 500 €.

Zwei Ausschlüsse treffen die Dogge direkt. Lassie schließt angeborene, genetische und rassespezifische Krankheiten aus und nennt das Wobbler-Syndrom ausdrücklich, ebenso Cauda equina und Degenerative Myelopathie. PANDA schließt angeborene, erbliche und genetische Anomalien einschließlich angeborener Herzerkrankungen aus; die DCM ist nicht angeboren, aber erblich, wie der Versicherer eine erst im Alter auftretende DCM einstuft, sollten Sie vor Abschluss schriftlich klären. PETPROTECT versichert Fehlentwicklungen, die bei Beginn nicht bekannt sind. Ein Herzbefund aus einem Zuchtscreening muss im Antrag angegeben werden (§ 19 VVG).

Notdienst, Limits und Ausschlüsse in Hundetarifen
AnbieterGOT-Satz regulär / NotdienstLimit Heilbehandlung (Herz)Höchstalter bei Abschluss
Lassie4-fach / 4-fachMini 1.000 €/Jahr; Maxi unbegrenzt; Wobbler-Syndrom ausgeschlossenkein Höchstalter
PANDABasis 3-fach ohne Notdienstgebühr; Komfort Notfall 4-fach; Exklusiv 4-fach inkl. GebührBasis 1.000 € je Fall; Exklusiv unbegrenzt; angeborene Herzerkrankungen ausgeschlossenbis Vollendung des 7. Lebensjahres
PETPROTECT3-fach / 4-fach plus GebührKomfort 500 €/Jahr; Exklusiv unbegrenztKranken: keine Angabe; OP bis 7 Jahre
AGILA4-fach / 4-fachBasis 3.000 €, Exklusiv unbegrenzt (gemeinsam mit OP)bis 8 Jahre
BarmeniaGothaer3-fach / 4-fach plus GebührTop 800 €/Jahr; Premium 1.200 € oder unbegrenztnicht veröffentlicht
DFVbis 4-fach1.000 / 2.000 / ab Jahr 3 5.000 € (OP und Kranken)8 Jahre (Website)

Quelle: Versicherungsbedingungen, Produktinformationen und Websites der Anbieter, abgerufen 30.09.2026. Maßgeblich ist der Versicherungsschein.

Höchstalter und Beitrag: Mit 10,6 Jahren Lebenserwartung erreicht eine Dogge die Altersgrenzen früh. PANDA nimmt bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres auf, DFV, AGILA und ARAG bis 8 Jahre, Getsafe unter 8 Jahren. DFV verlangt im Vollschutz 49,90 € im Monat bis 3 Jahre und 79,90 € mit 7 bis 9 Jahren, Getsafe erhöht ab 4 und ab 7 Jahren um je 33 %. Was im Alter noch geht, steht unter Hundekrankenversicherung für alte Hunde.

OP- oder Krankenversicherung: Magendrehung, Amputation und Wobbler-OP zahlt eine Hunde-OP-Versicherung, Herzmedikamente, Chemotherapie und die konservative Wobbler-Behandlung nur eine Hundekrankenversicherung. Ähnliche Fragen stellen sich bei der Bordeauxdogge und beim Irish Wolfhound. Alle Rassen unter Hunderassen von A bis Z.

Gilt die Deutsche Dogge als Qualzucht?

Die Deutsche Dogge unterliegt keinem Zuchtverbot, kommt im Gutachten zur Auslegung von § 11b Tierschutzgesetz aber dreimal vor. Beim Merle-Faktor nennt es Zuchtlinien von Bobtail, Collie, Deutscher Dogge, Dunkerhund, Sheltie, Teckel und Welsh Corgi: Homozygote Merle-Tiere, die sogenannten Weißtiger, tragen Fehlbildungen an Auge und Innenohr; das Gutachten empfiehlt ein Zuchtverbot für Weißtiger und für die Verpaarung Tiger mit Tiger sowie generell den Verzicht auf die Merle-Zucht. Beim Blue-dog-Syndrom, einer Farbaufhellung mit Haarausfall und Hautentzündung, und bei der Hüftgelenkdysplasie großer Rassen ist die Dogge ebenfalls genannt.

Das Merkblatt Nr. 141 der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz beschreibt Beschwerden des Bewegungsapparats als Folge der Zucht auf Riesenwuchs. Für Welpenkäufer heißt das: Fragen Sie nach Herzultraschall der Elterntiere, nach HD-Befunden und nach der Farbe der Verpaarung; ein Welpe aus zwei Merle-Eltern ist ein Risiko.

Deutsche Dogge Welpe

Häufige Fragen

Zahlt die Hundeversicherung bei der Deutschen Dogge eine Magendrehung?

Ja, nach der allgemeinen Wartezeit von 20 Tagen bis einem Monat ist die Notoperation in OP- und Krankenversicherungen versichert. Entscheidend ist der Satz im Notdienst: Lassie, AGILA, ARAG und Figo zahlen bis 4-fach, PANDA Exklusiv 4-fach mit Notdienstgebühr, PETPROTECT, BarmeniaGothaer und Getsafe 3-fach und im Notdienst 4-fach. DFV begrenzt im ersten Jahr auf 1.000 €, PANDA Basis auf 2.000 € je Fall.

Was kostet eine Magendrehungs-OP bei der Deutschen Dogge?

Nach GOT kostet die OP-Position allein 305,29 € brutto im einfachen Satz. Mit Untersuchung, Röntgen, Narkose, Infusion, zwei Tagen stationär und Folgeuntersuchungen ergibt das Rechenbeispiel 825,10 € bis 2.475,30 € brutto. Im Notdienst gilt der 2- bis 4-fache Satz plus 50 € Notdienstgebühr: 1.709,70 € bis 3.359,89 €. Arzneimittel, Labor und Intensivüberwachung mit 100 € netto je Tag kommen dazu.

Ist die dilatative Kardiomyopathie bei der Dogge versichert?

Die Behandlung mit Herzmedikamenten ist eine Heilbehandlung ohne Operation und nur in Krankenversicherungen enthalten, begrenzt durch das Jahreslimit. PANDA schließt angeborene Herzerkrankungen aus, Lassie genetische und rassespezifische Krankheiten; wie eine im Alter auftretende DCM eingestuft wird, sollten Sie vor Abschluss schriftlich klären. PETPROTECT versichert Fehlentwicklungen, die bei Beginn nicht bekannt waren. Ein bekannter Herzbefund gilt als Vorerkrankung.

Ist das Wobbler-Syndrom bei der Deutschen Dogge versichert?

Nicht überall. Lassie schließt das Wobbler-Syndrom in den Versicherungsbedingungen ausdrücklich aus, zusammen mit Cauda equina und Degenerativer Myelopathie. PANDA schließt erbliche Anomalien aus. Bei PETPROTECT sind Fehlentwicklungen versichert, die bei Beginn nicht bekannt waren. Die Diagnose per MRT kostet nach GOT 833,00 € bis 2.499,00 € brutto plus Narkose; eine Operation zahlt eine OP-Versicherung nur, wenn der Tarif das Syndrom nicht ausschließt.

Bis zu welchem Alter kann ich eine Deutsche Dogge versichern?

PANDA nimmt Hunde bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres auf, DFV, AGILA und ARAG bis 8 Jahre, Getsafe unter 8 Jahren, PETPROTECT in der OP-Versicherung bis 7 Jahre. Lassie und Figo nennen kein Höchstalter. Da die Dogge im Median 10,6 Jahre alt wird und Magendrehungen mit dem Alter häufiger werden, sollten Sie im Welpenalter abschließen; laufende Verträge enden nicht mit dem Höchstalter.

Weiterlesen

Quellen

  1. O'Neill et al. 2017: Gastric dilation-volvulus in dogs attending UK emergency-care veterinary practices, Journal of Small Animal Practice, Stand 2017, abgerufen 30.09.2026
  2. Glickman et al. 2000: Incidence of and breed-related risk factors for gastric dilatation-volvulus in dogs, JAVMA, Stand 2000, abgerufen 30.09.2026
  3. Stephenson et al. 2012: Screening for dilated cardiomyopathy in Great Danes in the United Kingdom, Journal of Veterinary Internal Medicine, Stand 2012, abgerufen 30.09.2026
  4. Martin et al. 2010: Canine dilated cardiomyopathy: a retrospective study of prognostic findings in 367 clinical cases, Journal of Small Animal Practice, Stand 2010, abgerufen 30.09.2026
  5. O'Neill et al. 2023: Dog breeds and conformations predisposed to osteosarcoma in the UK, Canine Medicine and Genetics, Stand 2023, abgerufen 30.09.2026
  6. da Costa 2010: Cervical spondylomyelopathy (wobbler syndrome) in dogs, Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice, Stand 2010, abgerufen 30.09.2026
  7. OFA (Orthopedic Foundation for Animals): Disease Statistics, Hip and Elbow Dysplasia by breed, Stand abgerufen 30.09.2026
  8. McMillan et al. 2024: Longevity of companion dog breeds in the UK, Scientific Reports, Supplement Tabelle S3, Stand 2024, abgerufen 30.09.2026
  9. FCI-Standard Nr. 235 Deutsche Dogge, Stand 02.10.2024, abgerufen 30.09.2026
  10. VDH-Welpenstatistik der Mitgliedsvereine, Stand 2025, abgerufen 30.09.2026
  11. Gutachten zur Auslegung von § 11b TierSchG (Qualzuchtgutachten), Bundestierärztekammer, Stand abgerufen 30.09.2026
  12. TVT-Merkblatt Nr. 141: Qualzucht und Erbkrankheiten bei Heimtieren, Stand Dezember 2023, abgerufen 30.09.2026
  13. Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) vom 15.08.2022 mit Gebührenverzeichnis, Stand geändert durch Art. 2 V v. 15.3.2023, abgerufen 30.09.2026
  14. Lassie: Allgemeine Versicherungsbedingungen OP- und Krankenversicherung, Stand Stand 02/2026, abgerufen 30.09.2026
  15. PANDA: Versicherungsbedingungen Krankenvollschutz und OP-Schutz, Stand Stand 01/2026, abgerufen 30.09.2026
  16. PETPROTECT: Versicherungsbedingungen Tier-Krankenversicherung Hund, Stand Stand 01/2024, abgerufen 30.09.2026
  17. AGILA: Vertragswerk Tierkranken- und OP-Kostenschutz, Stand 15.07.2026, abgerufen 30.09.2026
  18. DFV: Versicherungsbedingungen Hunde-OP- und Hundekranken-Versicherung, Stand Fassung 01.03.2025, abgerufen 30.09.2026

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