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Chesapeake Bay Retriever versichern
Was Sie davon haben
- Sie wissen, welche Krankheiten beim Chesapeake Bay Retriever häufig sind, etwa degenerative Myelopathie und belastungsinduzierter Kollaps
- Sie sehen, was die Behandlung dieser Krankheiten beim Chesapeake Bay Retriever nach der Gebührenordnung kostet
- Sie erkennen, welche Tarifbedingungen beim Chesapeake Bay Retriever den Unterschied machen
- Sie wissen, ob der Chesapeake Bay Retriever als Qualzucht gilt
- Sie vergleichen Tarife nach Versicherungsbedingungen statt nach Werbung
Wenn Ihr Chesapeake Bay Retriever morgen operiert werden muss, liegt die Rechnung nach der Gebührenordnung schnell bei 870 € bis 2.611 €.
Hier sehen Sie, welche Erkrankungen beim Chesapeake Bay Retriever häufig sind, was sie kosten und welcher Tarif sie wirklich abdeckt.
Bei der Hundekrankenversicherung für den Chesapeake Bay Retriever entscheiden drei erbliche Erkrankungen und die Frage, ob der Tarif Krankheiten ohne Operation über Jahre zahlt: die degenerative Myelopathie (DM), der belastungsinduzierte Kollaps (EIC) und die Hüftdysplasie (HD). In einer US-Auswertung von 2.344 getesteten Chesapeake Bay Retrievern waren 15 % homozygot für das SOD1-Risikoallel der DM und 44 % Träger, derselbe Wert wie beim Deutschen Schäferhund. Eine Femurkopfresektion bei HD kostet nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im Rechenbeispiel 623,69 € bis 1.871,07 € brutto, die MRT zum Ausschluss anderer Rückenmarkserkrankungen 833,00 € bis 2.499,00 €.
Stand: September 2026 · Redaktion vierbeiner-versichert.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Kurz beantwortet
- Degenerative Myelopathie: Von 2.344 getesteten Chesapeake Bay Retrievern in den USA trugen 15 % das SOD1-Risikoallel homozygot und 44 % einfach; die Allelfrequenz von 0,37 entspricht der des Deutschen Schäferhundes. Homozygote Hunde haben ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko.
- Belastungsinduzierter Kollaps (EIC): Die DNM1-Mutation, die beim Labrador nach 5 bis 20 Minuten intensiver Belastung zu Schwäche der Hinterhand führt, ist beim Chesapeake Bay Retriever nachgewiesen; Träger und betroffene Hunde mit Kollaps wurden beschrieben, eine Häufigkeit für die Rasse: keine belastbare Zahl gefunden.
- prcd-PRA: In einer weltweiten Auswertung von 86.667 Gentests stand der Chesapeake Bay Retriever unter 67 Rassen an zehnter Stelle der Wahrscheinlichkeit, das Risikoallel zu tragen. HD: Zuchtverbände röntgen, eine Häufigkeit für die Rasse haben wir nicht gefunden.
- Kosten nach GOT: Femurkopfresektion im Rechenbeispiel 623,69 € bis 1.871,07 € brutto, Hüftprothese als OP-Position 870,37 € bis 2.611,10 €, MRT 833,00 € bis 2.499,00 €. Lebenserwartung: 11,6 Jahre im Median bei 126 britischen Hunden.
Welcher Tarif passt zu Ihrem Tier?
Vier Fragen, ein Ergebnis aus den Versicherungsbedingungen der Anbieter.
Steckbrief: Wie groß und schwer wird ein Chesapeake Bay Retriever?
Der Chesapeake Bay Retriever erreicht laut FCI-Standard Nr. 263 eine Widerristhöhe von 58 bis 66 cm bei Rüden und 53 bis 61 cm bei Hündinnen. Das Gewicht gibt der Standard mit 29,5 bis 36,5 kg für Rüden und 25 bis 32 kg für Hündinnen an. Die Rasse stammt aus den USA und wurde für die Entenjagd im kalten Wasser der Chesapeake Bay gezüchtet; das ölige, gewellte Fell ist ihr Kennzeichen.
In der britischen Auswertung von McMillan et al. 2024 erreichten 126 Chesapeake Bay Retriever eine mediane Lebenserwartung von 11,6 Jahren, unter dem Durchschnitt aller Rassehunde von 12,7 Jahren und deutlich unter Labrador (13,1) und Golden Retriever (13,2). Die Zahl beruht auf nur 42 Todesfällen; die obere Grenze des Vertrauensintervalls ließ sich nicht bestimmen. In Deutschland ist die Rasse selten.
| Merkmal | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Widerristhöhe Rüde | 58 bis 66 cm | FCI-Standard Nr. 263 |
| Widerristhöhe Hündin | 53 bis 61 cm | FCI-Standard Nr. 263 |
| Gewicht Rüde | 29,5 bis 36,5 kg | FCI-Standard Nr. 263 |
| Gewicht Hündin | 25 bis 32 kg | FCI-Standard Nr. 263 |
| Lebenserwartung (Median) | 11,6 Jahre (95 %-Intervall ab 10,5, obere Grenze nicht bestimmbar) | McMillan et al. 2024, UK, 126 Hunde, 42 Todesfälle |
| SOD1-Risikoallel (DM) | 15 % homozygot, 44 % Träger, Allelfrequenz 0,37 | Zeng et al. 2014, USA, 2.344 Hunde |
Quellen: FCI-Standard Nr. 263 vom 12.03.1999; McMillan et al. 2024, Scientific Reports, Supplement; Zeng et al. 2014, Journal of Veterinary Internal Medicine.
Welche Krankheiten sind beim Chesapeake Bay Retriever häufig?
Beim Chesapeake Bay Retriever sind die degenerative Myelopathie, der belastungsinduzierte Kollaps und die prcd-PRA die Erkrankungen mit Gentest, die Hüftdysplasie kommt als Röntgenbefund hinzu. Die degenerative Myelopathie ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks, die ab dem mittleren Alter mit Schwanken der Hinterhand beginnt und über Monate bis zur Lähmung führt. Zeng et al. genotypisierten 2014 insgesamt 33.747 Hunde aus 222 Rassen: Beim Chesapeake Bay Retriever waren von 2.344 Hunden 15 % homozygot für das Risikoallel SOD1:c.118A, 44 % waren Träger; die Allelfrequenz von 0,37 lag gleichauf mit dem Deutschen Schäferhund und weit über dem Nova Scotia Duck Tolling Retriever mit 0,07. Homozygote Hunde erkranken laut Studie deutlich häufiger als Träger; die Autoren empfehlen, die Verpaarung zweier Träger zu vermeiden.
Der belastungsinduzierte Kollaps beruht auf einer Mutation im Gen DNM1, die Patterson et al. 2008 beim Labrador, Chesapeake Bay Retriever und Curly Coated Retriever nachwiesen. Betroffene Hunde entwickeln nach 5 bis 20 Minuten intensiver Belastung eine Schwäche der Hinterhand bis zum Zusammenbruch und erholen sich meist innerhalb von 30 Minuten. In der Auswertung von Minor et al. 2011 wurden beim Chesapeake Bay Retriever Träger und homozygote Hunde mit Kollaps beschrieben; beim Labrador trugen je nach Population 17,9 % bis 38,0 % die Mutation einfach und 1,8 % bis 13,6 % doppelt, wobei 83,6 % der homozygoten Hunde bis zum vierten Lebensjahr kollabiert waren. Eine eigene Häufigkeit für den Chesapeake Bay Retriever nennt das Abstract nicht.
Die progressive Retinaatrophie vom Typ prcd führt über Nachtblindheit zur Erblindung; in der weltweiten Auswertung von Clark et al. 2023 stand der Chesapeake Bay Retriever bei der Wahrscheinlichkeit, das Risikoallel zu tragen, an zehnter Stelle von 67 Rassen, knapp vor dem Labrador auf Platz elf. Für die Hüftdysplasie verlangen die Zuchtverbände in den USA und Großbritannien Röntgen der Hüfte und Ellbogen; eine veröffentlichte Häufigkeit für die Rasse haben wir in den großen Auswertungen aus Frankreich und der Schweiz nicht gefunden.
| Erkrankung | Häufigkeit laut Quelle | Typische Behandlung laut Quelle |
|---|---|---|
| Degenerative Myelopathie | 15 % homozygot, 44 % Träger (USA, 2.344 Hunde) | keine ursächliche Therapie; Gentest vor der Zucht |
| Belastungsinduzierter Kollaps (EIC) | keine belastbare Zahl für die Rasse gefunden; DNM1-Mutation nachgewiesen | Belastung vermeiden; Gentest |
| prcd-PRA | Rang 10 von 67 Rassen bei kommerziellen Gentests | keine Therapie; Gentest vor der Zucht |
| Hüftdysplasie | keine belastbare Zahl gefunden; Röntgen vor der Zucht üblich | in der Quelle nicht beschrieben; je nach Grad konservativ oder operativ |
| Ellbogendysplasie | keine belastbare Zahl gefunden | in der Quelle nicht beschrieben |
Quellen: Zeng et al. 2014; Patterson et al. 2008 (OMIA 001466); Minor et al. 2011; Clark et al. 2023.
Die Genotypzahlen stammen aus US-Labordaten, die vor allem Zuchthunde und Hunde mit Verdacht erfassen; sie beschreiben Anlagen, nicht Erkrankungen. Für Deutschland gibt es keine Zahlen. Ob Ihr Hund betroffen ist, klärt die Tierarztpraxis.

Was kosten diese Behandlungen beim Chesapeake Bay Retriever?
Eine Femurkopfresektion bei Hüftdysplasie kostet beim Chesapeake Bay Retriever nach GOT im Rechenbeispiel 623,69 € brutto im einfachen und 1.871,07 € im dreifachen Satz; die Abklärung einer degenerativen Myelopathie per MRT liegt bei 833,00 € bis 2.499,00 € brutto, die Erkrankung selbst wird nicht operiert, sondern über Monate begleitet.
Der Rechenweg für die Hüfte: Die Femurkopfresektion (GOT-Nr. 870) hat einen einfachen Satz von 138,54 € netto, mit 19 % Umsatzsteuer 164,86 €. Mit allgemeiner und orthopädischer Untersuchung, zwei Röntgenaufnahmen, Intubationsnarkose mit Monitoring, Infusion, Injektionen, einem Tag stationär und Folgeuntersuchung ergibt das Rechenbeispiel 524,11 € netto, mal 1,19 gleich 623,69 € brutto; dreifach 1.572,33 € netto oder 1.871,07 € brutto. Die Totalendoprothese (Nr. 879, 731,40 € netto) kostet als OP-Position 870,37 € bis 2.611,10 € brutto ohne Implantat. Bei der degenerativen Myelopathie dient die MRT (Nr. 177, 700,00 € netto, brutto 833,00 € bis 2.499,00 €) dem Ausschluss von Bandscheibenvorfall oder Tumor; die Diagnose selbst ist eine Ausschlussdiagnose plus Gentest. Danach fallen eingehende Beratungen zu Physiotherapie (Nr. 2, 30,78 € netto oder 36,63 € brutto) und Kontrolluntersuchungen (Nr. 16, 23,62 € netto oder 28,11 € brutto) an.
Eigene Rechnung aus GOT-Einzelpositionen, inkl. 19 % USt, ohne Implantate, Material, Arzneimittel und Fremdlabor. Quelle: GOT 2022, Anlage.
Die Gentests auf SOD1, DNM1 und prcd sind Laborleistungen, die als Auslagen nach § 7 Abs. 2 GOT weiterberechnet werden; einen GOT-Satz dafür gibt es nicht. Beim belastungsinduzierten Kollaps entstehen im Alltag kaum Behandlungskosten, sofern der Halter die Belastung steuert; im Ernstfall kommt eine Notfallvorstellung mit Untersuchung und Infusion hinzu.
Alle Hüftpositionen im Einzelnen stehen unter Hüftdysplasie beim Hund: OP-Kosten, die Grundregeln der Gebührenordnung unter Tierarztkosten nach GOT.
Worauf muss die Versicherung beim Chesapeake Bay Retriever achten?
Beim Chesapeake Bay Retriever muss die Versicherung Hüft- und Ellbogendysplasie einschließen und Erkrankungen ohne Operation über lange Zeit erstatten, denn die degenerative Myelopathie und der belastungsinduzierte Kollaps werden nicht operiert. Eine reine Hunde-OP-Versicherung zahlt Femurkopfresektion oder Hüftprothese, aber keine MRT ohne Operation, keine Physiotherapie und keine Hilfsmittel; das leistet nur eine Hundekrankenversicherung mit ausreichendem Jahreslimit für Heilbehandlung.
Die HD- und ED-Regeln: DFV schließt beides aus. Lassie versichert HD und ED nach 18 Monaten besonderer Wartezeit. PANDA schließt sie im Krankenvollschutz Basis aus und zahlt in Komfort, Exklusiv und OP-Schutz nach 12 Monaten höchstens 6.000 € für die gesamte Vertragslaufzeit. PETPROTECT versichert nach 12 Monaten, BarmeniaGothaer nach 18 Monaten, im Tarif Premium Plus nach 6 Monaten, AGILA laut Website nach 6 Monaten mit dauerhaftem Ausschluss, falls die Diagnose in die Wartezeit fällt. Getsafe nennt 12 Monate besondere Wartezeit; eine bei Abschluss bestehende HD oder ED ist dort nicht versicherbar.
Die Jahreslimits für Heilbehandlung: PETPROTECT Komfort 500 €, BarmeniaGothaer Top 800 €, Lassie Mini und PANDA Basis 1.000 €; DFV Vollschutz deckelt alles auf 1.000 € bis 5.000 € je nach Vertragsjahr, AGILA Basis auf 3.000 €. Unbegrenzt sind unter anderem Lassie Maxi, PANDA Exklusiv, PETPROTECT Exklusiv, AGILA Exklusiv und ARAG Komfort. Ein Gentest-Ergebnis vor Vertragsbeginn ist ein bekannter Umstand, den Sie auf Nachfrage angeben müssen (§ 19 VVG); ob der Versicherer eine Anlage ohne Symptome ausschließt, regeln die ausgewerteten Bedingungen nicht ausdrücklich.
| Anbieter | HD und ED | Besondere Wartezeit | Jahreslimit Heilbehandlung | Höchstalter bei Abschluss |
|---|---|---|---|---|
| Lassie | versichert, sofern nicht in der Wartezeit aufgetreten | 18 Monate | Mini 1.000 €; Midi 1.000 / 2.000 €, dann unbegrenzt; Maxi unbegrenzt | kein Höchstalter |
| PANDA | Basis: ausgeschlossen; Komfort, Exklusiv, OP-Schutz: max. 6.000 € je Vertragslaufzeit | 12 Monate | Basis 1.000 €; Komfort 600 € (Jahr 1), dann unbegrenzt; Exklusiv unbegrenzt | bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres |
| PETPROTECT | versichert, sofern bei Beginn nicht bekannt | 12 Monate | Komfort 500 €; Exklusiv unbegrenzt | OP-Versicherung: bis 7 Jahre |
| BarmeniaGothaer | versichert, sofern bei Abschluss nicht bekannt | 18 Monate, Premium Plus 6 Monate | Top 800 €; Premium 1.200 € oder unbegrenzt | nicht veröffentlicht |
| Getsafe | versichert; bei Abschluss bestehende HD/ED nicht versicherbar | 12 Monate | Comfort 5.000 € gesamt; Premium unbegrenzt | unter 8 Jahren |
| AGILA | kein genereller Ausschluss | 6 Monate (Website) | Basis 3.000 €, Komfort 7.500 €, Exklusiv unbegrenzt (gemeinsam) | 8 Jahre |
| DFV | ausgeschlossen | entfällt | gesamt 1.000 / 2.000 / ab Jahr 3 5.000 € | 8 Jahre (Website) |
Quelle: Versicherungsbedingungen, Produktinformationen und Websites der Anbieter, abgerufen 30.09.2026. Maßgeblich ist der Versicherungsschein.
Abschluss im Welpenalter: Die meisten Tarife nehmen Hunde ab 8 Wochen auf, PANDA ab der 9. Woche, Figo ab 7 Wochen. Wer den Welpen sofort anmeldet, hat nach 18 Monaten besonderer Wartezeit HD-Schutz ab rund 20 Monaten; die degenerative Myelopathie beginnt erst im mittleren bis höheren Alter, dann ist auch die Altersgrenze längst kein Thema mehr.
Vorerkrankungen: Röntgenbefunde aus der Zuchtuntersuchung und Gentestergebnisse müssen Sie auf Nachfrage angeben. Ein festgestellter Befund wird in der Regel ausgeschlossen. Mehr unter Hundekrankenversicherung bei Vorerkrankung.
Gilt der Chesapeake Bay Retriever als Qualzucht?
Nein, der Chesapeake Bay Retriever steht nicht im Qualzuchtgutachten zu § 11b Tierschutzgesetz; es nennt die Retriever nur als Gruppe bei der Hüftgelenksdysplasie und empfiehlt ein Zuchtverbot ab leichter HD. Für DM, EIC und prcd-PRA gibt es Gentests, mit denen Züchter die Verpaarung zweier Träger vermeiden können; die Allelfrequenz von 0,37 beim SOD1-Risikoallel zeigt, wie verbreitet die Anlage in der Rasse ist.
Für Welpenkäufer heißt das: HD- und ED-Befunde der Eltern einsehen und die drei Gentests vorlegen lassen. Ein Welpe aus zwei SOD1-Trägern hat ein Risiko von 25 %, homozygot zu sein. Wie die Versicherer die Gelenke beim Labrador und beim Golden Retriever einstufen, steht auf den jeweiligen Seiten; alle Rassen finden Sie unter Hunderassen von A bis Z.

Häufige Fragen
Welche Hundeversicherung zahlt beim Chesapeake Bay Retriever Hüftdysplasie?
DFV schließt HD aus, PANDA im Krankenvollschutz Basis ebenfalls. Lassie versichert HD nach 18 Monaten besonderer Wartezeit, PETPROTECT und Getsafe nach 12 Monaten, BarmeniaGothaer nach 18 oder im Tarif Premium Plus nach 6 Monaten, AGILA laut Website nach 6 Monaten. PANDA zahlt in Komfort, Exklusiv und OP-Schutz nach 12 Monaten, insgesamt höchstens 6.000 €. Voraussetzung ist überall, dass die HD vor Beginn nicht bekannt war.
Wie häufig ist die degenerative Myelopathie beim Chesapeake Bay Retriever?
Für die Erkrankung selbst gibt es keine belastbare Häufigkeit. Für die Anlage schon: Von 2.344 in den USA getesteten Chesapeake Bay Retrievern trugen 15 % das SOD1-Risikoallel homozygot und 44 % einfach; die Allelfrequenz von 0,37 ist so hoch wie beim Deutschen Schäferhund. Homozygote Hunde erkranken deutlich häufiger als Träger, aber nicht jeder homozygote Hund erkrankt. Ein Gentest klärt den Status.
Zahlt eine OP-Versicherung bei degenerativer Myelopathie?
Nein. Die degenerative Myelopathie wird nicht operiert; die Kosten entstehen durch MRT zum Ausschluss anderer Ursachen, Physiotherapie, Hilfsmittel und Kontrolluntersuchungen über Monate. Das erstattet nur eine Krankenversicherung mit Heilbehandlung. Achten Sie auf das Jahreslimit: PETPROTECT Komfort 500 €, BarmeniaGothaer Top 800 €, Lassie Mini 1.000 €; Lassie Maxi, PANDA Exklusiv und AGILA Exklusiv sind unbegrenzt.
Was ist der belastungsinduzierte Kollaps (EIC)?
Eine erbliche Störung durch eine Mutation im Gen DNM1, die beim Labrador, Chesapeake Bay Retriever und Curly Coated Retriever nachgewiesen ist. Betroffene Hunde werden nach 5 bis 20 Minuten intensiver Belastung in der Hinterhand schwach, brechen zusammen und erholen sich meist innerhalb einer halben Stunde. Ein Gentest zeigt, ob Ihr Hund frei, Träger oder betroffen ist; betroffene Hunde sollten keine anstrengende Arbeit bei Hitze leisten.
Was kostet eine Hüft-OP beim Chesapeake Bay Retriever nach GOT?
Die Femurkopfresektion kostet mit Untersuchung, Röntgen, Narkose, einem Tag stationär und Folgeuntersuchung im Rechenbeispiel 623,69 € bis 1.871,07 € brutto. Die Hüftgelenkprothese steht allein als OP-Position mit 870,37 € bis 2.611,10 € brutto im Verzeichnis, Implantat, Narkose und Klinikaufenthalt kommen dazu. Reale Klinikrechnungen für eine Prothese liegen deutlich höher.
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WeiterlesenQuellen
- Zeng et al. 2014: Breed distribution of SOD1 alleles previously associated with canine degenerative myelopathy, Journal of Veterinary Internal Medicine, Stand 2014, abgerufen 30.09.2026
- Minor et al. 2011: Presence and impact of the exercise-induced collapse associated DNM1 mutation in Labrador retrievers and other breeds, The Veterinary Journal, Stand 2011, abgerufen 30.09.2026
- OMIA 001466-9615: Exercise-induced collapse in Canis lupus familiaris (Patterson et al. 2008, Nature Genetics), Stand abgerufen 30.09.2026
- Clark et al. 2023: Global Frequency Analyses of Canine prcd-PRA and Collie Eye Anomaly Using Commercial Genetic Testing Data, Genes, Stand 2023, abgerufen 30.09.2026
- McMillan et al. 2024: Longevity of companion dog breeds in the UK, Scientific Reports, Supplementary Table 3, Stand 2024, abgerufen 30.09.2026
- FCI-Standard Nr. 263 Chesapeake Bay Retriever, Stand 12.03.1999, abgerufen 30.09.2026
- Gutachten zur Auslegung von § 11b TierSchG (Qualzuchtgutachten), Bundestierärztekammer, Stand abgerufen 30.09.2026
- Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) vom 15.08.2022 mit Gebührenverzeichnis, Stand geändert durch Art. 2 V v. 15.3.2023, abgerufen 30.09.2026
- Lassie: Allgemeine Versicherungsbedingungen OP- und Krankenversicherung, Stand 02/2026, abgerufen 30.09.2026
- PANDA: Versicherungsbedingungen Krankenvollschutz und OP-Schutz, Stand 01/2026, abgerufen 30.09.2026
- Getsafe: Vertragsbedingungen Tierkrankenversicherung OP-Schutz Comfort, Stand 2025, abgerufen 30.09.2026
- AGILA: Vertragswerk Tierkranken- und OP-Kostenschutz, Stand 15.07.2026, abgerufen 30.09.2026
- DFV: Versicherungsbedingungen Hunde-OP- und Hundekranken-Versicherung, Stand Fassung 01.03.2025, abgerufen 30.09.2026
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