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Burma versichern

Was Sie davon haben

  • Sie wissen, welche Krankheiten bei der Burma häufig sind, etwa Diabetes mellitus und Hypokaliämie
  • Sie erkennen, welche Tarifbedingungen bei der Burma den Unterschied machen
  • Sie wissen, ob die Burma als Qualzucht gilt
  • Sie vergleichen Tarife nach Versicherungsbedingungen statt nach Werbung

Wenn Ihre Katze (Burma) morgen operiert werden muss, liegt die Rechnung nach der Gebührenordnung schnell bei 172 € bis 515 €.

Hier sehen Sie, welche Erkrankungen bei der Rasse Burma häufig sind, was sie kosten und welcher Tarif sie wirklich abdeckt.

Bei der Katzenversicherung für die Burma zählen zwei Dinge: ihr erhöhtes Risiko für Diabetes und ihre lange Lebenserwartung. In einer britischen Auswertung von 1,2 Millionen Katzen hatte die Burma eine 2,07-fach höhere Chance auf Diabetes als Mischlinge, zugleich lebte sie mit 14,42 Jahren am längsten von allen untersuchten Rassen. Dazu kommen erbliche Defekte wie die Hypokaliämie. Eine Untersuchung mit Blutbild und zwei Blutwerten kostet nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) 100,60 € bis 301,81 € brutto, bei Diabetes fallen solche Kontrollen regelmäßig an.

Stand: Oktober 2026 · Redaktion vierbeiner-versichert.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Burma

Kurz beantwortet

  • Lebenserwartung: 14,42 Jahre ab Geburt im UK (45 Todesfälle), der höchste Wert aller 12 untersuchten Rassen; alle Katzen 11,74 Jahre.
  • Diabetes: 2,07-fach höhere Chance als bei Mischlingen (UK, 1,2 Millionen Katzen); in Australien und Europa laut einer Studie fast viermal häufiger als bei anderen Rassen.
  • Hypokaliämie (Gen WNK4): Allelfrequenz 14,9 % in einer Testgruppe von 268 Katzen, in neueren Daten deutlich seltener.
  • PANDA versichert Diabetes in Komfort und Exklusiv nach 3 Monaten besonderer Wartezeit, im Basis-Tarif nicht; Getsafe nimmt Katzen mit bestehendem Diabetes nicht auf.

Welcher Tarif passt zu Ihrem Tier?

Vier Fragen, ein Ergebnis aus den Versicherungsbedingungen der Anbieter.

Steckbrief: Wie groß und schwer wird eine Burma?

Die Burma ist laut Rassestandard der Fédération Internationale Féline (FIFe) eine mittelgroße, elegante Katze, muskulös und kompakt und schwerer, als sie aussieht. Ein Gewicht in Kilogramm nennt der Standard nicht. Er bewertet sowohl den Typ der Siamkatze als auch den gedrungenen Typ der Britisch Kurzhaar als Fehler. Kennzeichen der Rasse ist ihre Farbgenetik, der sogenannte Burma-Faktor.

Für die Lebenserwartung gibt es eine belastbare Zahl: In der britischen Auswertung von Teng et al. 2024 lebte die Burma ab Geburt 14,42 Jahre, der höchste Wert der 12 Rassen mit ausreichend Todesfällen. Die Spanne der Unsicherheit reicht von 12,91 bis 15,93 Jahren, weil nur 45 Todesfälle zugrunde lagen.

Burma: Steckbrief
MerkmalWertQuelle
Größe laut Standardmittelgroß, ohne kg-AngabeFIFe-Standard BUR
Körperbaumuskulös, kompakt, schwerer als es aussiehtFIFe-Standard BUR
Lebenserwartung ab Geburt14,42 Jahre; alle Katzen 11,74 JahreTeng et al. 2024, UK, 45 Todesfälle
Diabetesrisiko2,07-fach gegenüber MischlingenWaite et al. 2025, UK
Blutgruppe B1,2 % von 161 TierenAnderson et al. 2022
Kaiserschnitt5 von 24 Würfen (20,8 %)Černá et al. 2024, Züchterumfrage

Quellen: FIFe-Standard BUR (Stand 01.01.2026); Teng et al. 2024; Waite et al. 2025; Anderson et al. 2022; Černá et al. 2024.

Welche Krankheiten sind bei der Burma häufig?

Bei der Burma sind Diabetes mellitus und die erbliche Hypokaliämie die wichtigsten rassetypischen Erkrankungen; seltener sind ein erblicher Kopfdefekt und die Speicherkrankheit GM2-Gangliosidose. Beim Diabetes zeigt die britische Auswertung von Waite et al. 2025 eine 2,07-fach höhere Chance gegenüber Mischlingen. Eine australische Studie beschreibt Diabetes bei der Burma in Australien und Europa als fast viermal so häufig wie bei anderen Rassen und findet mehrere beteiligte Erbanlagen.

Die Hypokaliämie ist ein Kaliummangel im Blut. Betroffene Katzen zeigen meist im ersten Lebensjahr Muskelschwäche und Muskelschmerzen, oft in Schüben; typisch ist ein nach unten gebeugter Kopf. Ursache ist eine Variante im Gen WNK4, die autosomal-rezessiv vererbt wird. Ein preiswerter Gentest erkennt kranke Tiere und Anlageträger.

Häufige Erkrankungen bei der Burma
ErkrankungHäufigkeit laut QuelleTypische Behandlung laut Quelle
Diabetes mellitus2,07-fach höhere Chance als Mischlinge (UK); 18 von 1.053 DiabetesfällenTherapie in der Quelle nicht beschrieben; 51,2 % starben binnen 3 Jahren nach Diagnose
Hypokaliämie (WNK4)Allelfrequenz 14,9 % (268 Katzen, Testgruppe)Kaliumwerte im Blut, Gentest
Kopfdefekt (ALX1)2 Anlageträger unter 11.034 getesteten Katzenbei doppelter Anlage nicht lebensfähig; Gentest
GM2-Gangliosidose (HEXB)1 von 113 Burma Anlageträger (0,9 %)keine Therapie beschrieben; Gentest
Kaiserschnitt5 von 24 Würfen (20,8 %, Züchterumfrage)Kaiserschnitt

Quellen: Waite et al. 2025; Samaha et al. 2020; Gandolfi et al. 2012; Malik et al. 2015; Lyons et al. 2016; Anderson et al. 2022; Černá et al. 2024.

Die Allelfrequenz von 14,9 % für die Hypokaliämie stammt aus Proben, die gezielt zum Test eingeschickt wurden; die Autoren erwarten selbst eine Verzerrung nach oben. Eine große Gentest-Auswertung von 2022 berichtet, dass die Variante heute deutlich seltener ist als zur Zeit ihrer Entdeckung.

Der Kopfdefekt betrifft vor allem eine kurzköpfige US-Linie, die sogenannte Contemporary Burmese: Tragen Kitten die Anlage doppelt, haben sie eine Fehlbildung des Gesichts, die nicht mit dem Leben vereinbar ist. Ob Ihre Katze betroffen ist, klärt die Tierarztpraxis.

Burma beim Spielen

Was kosten Diabetes-Kontrollen bei der Burma?

Bei der Burma entstehen die Kosten vor allem durch wiederkehrende Blutkontrollen: Eine Untersuchung mit Blutentnahme, großem Blutbild und zwei Blutwerten kostet nach GOT 100,60 € bis 301,81 € brutto. Insulin und andere Arzneimittel kommen nach der Arzneimittelpreisverordnung dazu.

Der Rechenweg: Allgemeine Untersuchung (Nr. 16) 23,62 €, Blutentnahme (Nr. 627) 10,26 €, großes Blutbild (Nr. 618) 23,52 € und zwei chemische Blutwerte (Nr. 610) je 13,57 € ergeben 84,54 € netto, × 1,19 = 100,60 € brutto; im dreifachen Satz 253,62 € netto oder 301,81 € brutto. Für eine reine Kaliumkontrolle (Nr. 16, 627 und ein Wert nach Nr. 610) sind es 56,47 € bis 169,40 € brutto. Schickt die Praxis die Probe ins Fremdlabor, berechnet sie dessen Kosten als Auslage.

Burma: Rechenbeispiele nach GOT, brutto, 1- bis 3-facher Satz
Untersuchung, Blutbild, zwei Blutwerte (Nr. 16, 627, 618, 2 × 610)101 € bis 302 €
Kaliumkontrolle (Nr. 16, 627, 610)56,47 € bis 169 €
Kaiserschnitt Kätzin, OP-Position (Nr. 591)172 € bis 515 €
Kastration Kater, Rechenbeispiel106 € bis 317 €

Eigene Rechnung aus GOT-Einzelpositionen, inkl. 19 % USt, ohne Arzneimittel, Material und Fremdlabor. Quelle: GOT 2022, Anlage.

Planbar ist die Kastration; im Rechner ist der Kater vorausgewählt, die Positionen für Kater und Kätzin stehen unter Kastration der Katze: Kosten.

Bei einer Dauererkrankung wie Diabetes summieren sich die Kontrollen über Jahre. Wie Faktor, Umsatzsteuer und Notdienst die Rechnung verändern, erklärt Tierarztkosten nach GOT.

Worauf muss die Katzenversicherung bei der Burma achten?

Bei der Burma muss die Katzenversicherung Dauerbehandlungen wie bei Diabetes ohne enge Jahresgrenze zahlen und auch im Alter bezahlbar bleiben; eine reine OP-Versicherung hilft bei Diabetes nicht, weil er ohne Operation behandelt wird.

Diabetes: PANDA versichert Diabetes in Komfort und Exklusiv nach 3 Monaten besonderer Wartezeit; im Basis-Tarif ist er ausgeschlossen. Getsafe nimmt Katzen mit bestehendem Diabetes nicht auf. Bei Lassie gilt die allgemeine Wartezeit von 30 Tagen, im Tarif Mini sind Heilbehandlungen aber auf 1.000 € im Jahr begrenzt, in Midi im ersten Jahr auf 1.000 € und im zweiten auf 2.000 €, ab dem dritten Jahr unbegrenzt.

Erbliches: Die Hypokaliämie ist erblich. Lassie schließt genetische und rassespezifische Krankheiten aus, PANDA angeborene und erbliche Anomalien. Figo erstattet erbliche Erkrankungen, die erst später auftreten; ob eine Hypokaliämie im ersten Lebensjahr darunter fällt, klärt nur der Versicherer.

Diabetes und Dauerbehandlung in Katzentarifen
AnbieterDiabetesGrenze für HeilbehandlungenHöchstalter bei Abschluss
PANDAKomfort/Exklusiv: 3 Monate besondere Wartezeit; Basis: ausgeschlossenKomfort: 600 € im ersten Jahr, danach unbegrenztbis zur Vollendung des 7. Lebensjahres
Lassieallgemeine Wartezeit 30 TageMini 1.000 €/Jahr; Maxi unbegrenztkein Höchstalter
AGILAkeine gesonderte Regel gefundenBasis 2.500 €, Komfort 5.000 €, Exklusiv unbegrenztNeuabschluss bis 10 Jahre
Figokeine gesonderte Regel gefunden3.000 €, 6.000 € oder unbegrenzt wählbarkein Höchstalter

Quelle: Versicherungsbedingungen und Websites der Anbieter, abgerufen 30.09.2026. Maßgeblich ist der Versicherungsschein.

Beitrag im Alter: Weil die Burma oft älter als 14 Jahre wird, zählt die Beitragsentwicklung. ARAG erhöht den Beitrag für Katzen planmäßig um 5 % pro Jahr, bei AGILA steigt die Selbstbeteiligung für Katzen ab dem 8. Geburtstag. Beim Abschluss gilt zudem: Ein Diabetes, der vor dem Antrag festgestellt wurde, ist nicht mehr versichert (§ 19 VVG).

Die meisten Tarife nehmen Katzen ab 8 Wochen auf. Den Überblick über alle Katzentarife gibt die Seite Katzenversicherung.

Gilt die Burma als Qualzucht?

Die Burma als Rasse gilt nicht als Qualzucht. Das Gutachten zur Auslegung von § 11b Tierschutzgesetz nennt die Burma nur bei der Farbgenetik, nicht als problematisches Zuchtziel. Es empfiehlt aber für erbliche Speicherkrankheiten wie die Gangliosidose ein Zuchtverbot für erkrankte Tiere und bekannte Anlageträger und verbietet die Zucht extrem kurznasiger Katzen. Ein eigenes QUEN-Merkblatt zur Burma gab es am 01.10.2026 nicht.

Kritisch ist die kurzköpfige US-Linie, bei der eine doppelte Anlage im Gen ALX1 zu einem tödlichen Kopfdefekt führt; der FIFe-Standard verlangt dagegen eine nur kurze, keilförmige Kopfform. Fragen Sie beim Kauf nach Gentests der Elterntiere auf Hypokaliämie, Kopfdefekt und GM2-Gangliosidose. Aus Burma-Linien stammt auch die Bombay, die Ahnin der Rasse wurde mit der Siam verpaart. Alle Rassen im Vergleich finden Sie unter Katzenrassen von A bis Z.

Burma Kätzchen

Häufige Fragen

Wie alt wird eine Burma-Katze?

In der britischen Auswertung von Teng et al. 2024 lag die Lebenserwartung der Burma ab Geburt bei 14,42 Jahren, dem höchsten Wert aller 12 untersuchten Rassen. Alle Katzen kamen auf 11,74 Jahre. Die Zahl beruht auf 45 Todesfällen, die Unsicherheitsspanne reicht von 12,91 bis 15,93 Jahren. Für Deutschland gibt es keine eigene Zahl.

Bekommen Burma-Katzen häufiger Diabetes?

Ja. In einer britischen Auswertung von 1,2 Millionen Katzen aus Tierarztpraxen hatte die Burma eine 2,07-fach höhere Chance auf Diabetes als Mischlinge. Eine australische Studie beschreibt Diabetes bei der Burma in Australien und Europa als fast viermal so häufig wie bei anderen Rassen und findet mehrere beteiligte Erbanlagen. Das Risiko steigt mit dem Alter.

Zahlt die Katzenversicherung bei Diabetes?

Eine Krankenversicherung zahlt Diabetes, wenn er nach Abschluss und Wartezeit auftritt. PANDA versichert Diabetes in Komfort und Exklusiv nach 3 Monaten besonderer Wartezeit, im Basis-Tarif nicht. Achten Sie auf die Jahresgrenze für Heilbehandlungen, etwa 1.000 € im Lassie-Tarif Mini. Getsafe nimmt Katzen mit bestehendem Diabetes nicht auf.

Was ist die Hypokaliämie der Burma?

Ein erblicher Kaliummangel im Blut, ausgelöst durch eine Variante im Gen WNK4. Betroffene Katzen zeigen meist im ersten Lebensjahr Muskelschwäche und Schmerzen, oft in Schüben. Die Krankheit wird autosomal-rezessiv vererbt; ein preiswerter Gentest erkennt kranke Tiere und Anlageträger. Fragen Sie beim Kauf nach dem Testergebnis der Elterntiere.

Bis zu welchem Alter kann ich eine Burma versichern?

Neu aufgenommen werden Katzen bei PANDA bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres, bei Getsafe unter 8 Jahren, bei ARAG bis 8 Jahre und bei AGILA bis 10 Jahre. Lassie und Figo nennen kein Höchstalter. Weil Diabetes vor allem ältere Katzen trifft, lohnt ein Abschluss, solange die Burma gesund ist.

Weiterlesen

Quellen

  1. Teng et al. 2024: Life tables of annual life expectancy of UK cats, J Feline Med Surg, Stand 2024, abgerufen 01.10.2026
  2. Waite et al. 2025: Frequency, risk factors, and mortality for diabetes mellitus in 1 225 130 cats in the UK, J Vet Intern Med, Stand 2025, abgerufen 01.10.2026
  3. Samaha et al. 2020: Mapping the genetic basis of diabetes mellitus in the Australian Burmese cat, Scientific Reports, Stand 2020, abgerufen 01.10.2026
  4. Gandolfi et al. 2012: First WNK4-hypokalemia animal model identified in Burmese cats, PLoS One, Stand 2012, abgerufen 01.10.2026
  5. Malik et al. 2015: Periodic hypokalaemic polymyopathy in Burmese and closely related cats, J Feline Med Surg, Stand 2015, abgerufen 01.10.2026
  6. Lyons et al. 2016: ALX1 variant associated with craniofacial structure in Burmese cats, Developmental Biology, Stand 2016, abgerufen 01.10.2026
  7. Anderson et al. 2022: Genetic epidemiology of blood type, disease and trait variants in over 11,000 domestic cats, PLoS Genetics, Stand 2022, abgerufen 01.10.2026
  8. Černá et al. 2024: Feline dystocia and kitten mortality up to 12 weeks in pedigree cats, J Feline Med Surg, Stand 2024, abgerufen 01.10.2026
  9. FIFe-Rassestandard Burma (BUR), Stand 01.01.2026, abgerufen 01.10.2026
  10. CFA-Rasseseite Burmese (US-Zuchtverband), Stand abgerufen 01.10.2026
  11. Gutachten zur Auslegung von § 11b TierSchG (Qualzucht), BMLEH, Stand abgerufen 01.10.2026
  12. Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) vom 15.08.2022 mit Gebührenverzeichnis, Stand geändert durch Art. 2 V v. 15.3.2023, abgerufen 01.10.2026
  13. Lassie: Allgemeine Versicherungsbedingungen OP- und Krankenversicherung, Stand 02/2026, abgerufen 01.10.2026
  14. PANDA: Allgemeine Versicherungsbedingungen Krankenvollschutz Komfort, Stand 01/2026, abgerufen 01.10.2026
  15. AGILA: Vertragswerk Tierkranken- und OP-Kostenschutz, Stand 15.07.2026, abgerufen 01.10.2026
  16. Figo: Versicherungsbedingungen Tierkrankenversicherung, Stand Fassung 01/2025, abgerufen 01.10.2026
  17. ARAG: Bedingungen Tierkrankenversicherung TierProtect, Stand Stand 02.2025, abgerufen 01.10.2026
  18. Getsafe: Vertragsbedingungen Tierkrankenversicherung Vollschutz Comfort, Stand 2025, abgerufen 01.10.2026

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